10 Euro Parkplatz, ein Wasserbus, drei Inseln. So sieht ein perfekter Venedig-Tag aus.
Wir sind nach unserem Segeltörn in Kroatien spontan an die Nordadria gefahren und haben von Jesolo aus genau das gemacht.
Murano, Burano und Venedig in einem Tag, entspannt und ohne Stress.
Hier kommt der komplette Ablauf und unsere Tipps.
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Contents
Parkplatz Treporti – der beste Ausgangspunkt

Die meisten parken direkt in Venedig, zum Beispiel am Tronchetto oder Piazzale Roma.
Praktisch ist das schon, aber eben auch deutlich teurer. Mit Parkplatzgebühren bis zu 35–45 Euro pro Tag.
Wir haben eine bessere Variante gefunden.
Der Parkplatz in Treporti war dafür perfekt. Er kostet 10 Euro pro Tag, liegt direkt an der Vaporetto-Haltestelle und erspart dir die Fahrt bis ins touristische Zentrum von Venedig.
Du stellst das Auto ab, gehst ein paar Schritte zur Anlegestelle und steigst in die Linie 12. Einfacher geht es kaum.
Warum Treporti die bessere Wahl ist:
- 10 Euro pro Tag statt bis zu 45 Euro in Venedig
- Direkt an der Wasserbus-Haltestelle der Linie 12
- Kein Stadtverkehr, kein Einbahnstraßenstress
- Rückweg genauso unkompliziert
Wir waren gegen 9:30 Uhr dort und hatten überhaupt kein Problem. In der Hochsaison würde ich trotzdem etwas früher losfahren.
Übernachtung in der Nähe (Lido di Jesolo als Basis)
Eigentlich wollte ich nie nach Lido di Jesolo. Aber wir haben kurzfristig ein Hotel direkt am Strand mit Parkplatz gefunden und Anfang Juni war es dort noch angenehm ruhig. Passte also perfekt als Basis für unseren Venedig-Tag. (Wir waren beide schon in Venedig, deshalb war für uns ein Tag inklusive den Inseln ausreichend.)
Dazu kommt die Lage: Lido di Jesolo liegt nah genug an der Lagune, um morgens unkompliziert nach Treporti zu fahren, aber weit genug weg vom Trubel in Venedig. Gerade für einen spontanen Zwischenstopp war das für uns ideal.
Hotels in Lido di Jesolo vergleichen
Wasserbus Linie 12 – so sind wir gefahren

Für unseren Tag brauchten wir genau eine Verbindung: die Linie 12.
Sie verbindet Treporti mit Burano, Murano und Venedig und macht die Route sehr einfach planbar.
Unsere Strecke sah so aus:
Hinfahrt: Treporti → Burano → Murano → Venedig (Fondamente Nove)
Rückfahrt: Venedig → Murano → Burano (Umstieg) → Treporti
Wir sind zuerst nach Burano gefahren, dann mit derselben Linie weiter nach Murano und anschließend weiter nach Venedig.
Auf dem Rückweg mussten wir in Burano umsteigen, was problemlos funktioniert hat und gut beschildert ist.
Wenn du mehrere Fahrten planst, lohnt sich das 24-Stunden-Ticket:
| Ticket | Preis | Sinnvoll für |
| Einzelticket | 9,50 Euro | 1 bis 2 Fahrten |
| 24-Stunden-Ticket | 25 Euro | Einen Tag mit mehreren Stopps |
| 48-Stunden-Ticket | 35 Euro | Zwei Tage |
| 72-Stunden-Ticket | 45 Euro | Längere Aufenthalte |
Für diese Route ist das 24-Stunden-Ticket die beste Wahl.
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Ticket validieren – wirklich wichtig

Ein Punkt, den man leicht übersieht, der aber wirklich wichtig ist: Das Ticket muss bei jeder Station neu validiert werden.
Also nicht nur einmal am Anfang, sondern bei jedem Einstieg. Wer das vergisst, riskiert eine hohe Strafe, auch dann, wenn das Ticket an sich gültig ist.
Das ist übrigens nicht nur beim Wasserbus in Venedig so, sondern auch beim Zugfahren in Italien.
Wer schon einmal mit Regionalzügen unterwegs war, kennt das Prinzip: Vor der Fahrt muss das Ticket an einem Automaten auf dem Bahnsteig entwertet werden.
Wer das vergisst, zahlt Strafe, unabhängig davon, wie teuer die Fahrkarte war.
Alles dazu erkläre ich in meinem Artikel über Zugfahren in Italien.
Kurz gesagt: In Italien gilt Validieren als Pflicht.
Besucherticket für Venedig – Pflicht für Tagestouristen
Wichtig zu wissen: Für Venedig kann an bestimmten Tagen ein Besucherticket fällig werden, wenn du nicht direkt in Venedig übernachtest.
Das Ticket kostet 5 Euro und muss vorab online gebucht werden. Wer in der Stadt selbst schläft, ist davon ausgenommen. Da wir spontan nach Venedig sind und das Besucherticket kurzfristig buchen mussten hat es 10€ pro Person gekostet.
Da wir in Jesolo übernachtet haben, fiel das für uns an. Online gebucht ist es kein Problem. Du speicherst den QR-Code auf dem Handy und fertig.
Wir wurden übrigens nirgendwo in Venedig bezüglich des Besuchertickets gefragt. Ich persönlich würde es dennoch trotzdem buchen. Wer weiß…
Mein Rat: Vor dem Ausflug kurz auf der offiziellen Website der Stadt Venedig prüfen, ob dein Reisetag betroffen ist. Das erspart unnötigen Stress vor Ort.
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Warum wir mit Burano angefangen haben

Viele fahren zuerst nach Murano, weil es näher liegt. Wir sind bewusst zuerst nach Burano gefahren und würden das wieder genauso machen.
Der Vorteil: Morgens ist es dort noch deutlich ruhiger und angenehmer.
Gegen Mittag trifft der Touristenstrom aus Venedig auf den Inseln ein, und dann merkt man den Unterschied.
Burano lebt von seinen bunten Häusern, den kleinen Gassen und einer ganz eigenen Stimmung.
Es ist touristisch wie überall in der Lagune, aber früh am Tag fühlt es sich trotzdem entspannt an. Wenn du gerne fotografierst, ist das definitiv die bessere Reihenfolge.

Was sich auf Burano lohnt:
- Durch die kleinen Seitengassen laufen statt nur auf der Hauptachse zu bleiben
- Die bunten Häuser in Ruhe fotografieren
- Bussolà Buranei probieren: butterige Vanille-Kekse, die man so nur dort bekommt
- Das Museo del Merletto anschauen, wenn dich die Geschichte der Buranischen Spitze interessiert
Murano – die Glasbläser-Insel

Von Burano aus geht es mit derselben Linie 12 weiter nach Murano, Fahrtzeit ca. 25 Minuten.
Murano ist natürlich vor allem für seine Glaskunst bekannt, aber die Insel ist mehr als nur ein kurzer Stopp bei einer Vorführung.
Eine Glasbläserei anzuschauen lohnt sich, aber plane auch etwas Zeit ein, um einfach über die Insel zu laufen.
Wir haben eine Vorführung bei OMG gemacht. Das Ticket für die Vorführung kannst du hier buchen.
Echtes Murano-Glas erkennst du am Vetro Artistico Murano-Siegel.
Was sich auf Murano lohnt:
- Eine Glasbläservorführung ansehen
- Das Glasmuseum besuchen
- Die Basilica dei Santi Maria e Donato anschauen, romanische Architektur aus dem 12. Jahrhundert, fast immer ruhig
- Mittagessen an der Uferpromenade, günstiger als in Venedig und ohne Gedränge
Venedig – kurz zu den Klassikern, dann zu den ruhigeren Ecken

Da wir beide schon in Venedig waren, haben wir uns die klassischen Sehenswürdigkeiten nur kurz angeschaut.
Hier geht es zu unserem ausführlichen Venedig Reisetipps Guide.
Statt den ganzen Tag zwischen Rialto und Markusplatz zu verbringen, wollten wir diesmal Ecken entdecken, die etwas ruhiger sind.
Ganz geheim sind diese Orte natürlich nicht. Venedig ist eben Venedig.
Aber es gibt Viertel und Plätze, die deutlich entspannter sind als die ganz großen Hotspots.

Orte, die mir am besten gefallen haben:
- Libreria Acqua Alta: Bücher in Gondeln und Badewannen, der Innenhof mit der Buchtreppe ist ein Foto wert
- Scala Contarini Del Bovolo: gotische Wendeltreppe aus dem 15. Jahrhundert, die sich von außen um einen Turm windet und sich in einem kleinen, unscheinbaren Innenhof versteckt
- Cannaregio: der nördliche Stadtteil mit kleineren Kanälen und einer ganz anderen Atmosphäre
- Die Nebenstraßen abseits der direkten Wege zwischen Rialto und Markusplatz
Das ist für mich auch der schönere Zugang zu Venedig: nicht alles abhaken zu wollen, sondern die Stadt zwischendurch einfach wirken zu lassen.

Unser Tagesablauf auf einen Blick
| Uhrzeit | Station | Was |
| ca. 09:30 | Treporti | Parken (10 Euro), Linie 12 einsteigen |
| ca. 10:00 | Burano | Durch die Insel laufen, fotografieren, frühstücken |
| ca. 12:00 | Murano | Glasbläserei, Spaziergang |
| ca. 15:00 | Venedig (Fondamente Nove) | Klassiker kurz mitnehmen, ruhigere Ecken erkunden |
| ca. 19:30 | Rückfahrt Linie 12 | Umstieg in Burano, weiter nach Treporti |
| ca. 20:30 | Treporti | Auto holen |
Die wichtigsten Tipps zusammengefasst
- Parke in Treporti statt direkt in Venedig, das spart Geld und Nerven
- Fahre zuerst nach Burano, dann nach Murano
- Nimm das 24-Stunden-Ticket für mehrere Fahrten
- Validiere das Ticket bei jedem Einstieg neu
- Prüfe vorab, ob du an deinem Reisetag ein Besucherticket für Venedig brauchst
- Lido di Jesolo ist eine gute und günstige Übernachtungsbasis (in der Nebensaison zumindest) nahe Treporti
FAQ
Wie kommt man von Treporti nach Burano und Murano?
Mit dem Wasserbus der Linie 12. Diese Linie verbindet Treporti direkt mit Burano, Murano und Venedig (Fondamente Nove).
Was kostet der Parkplatz in Treporti?
10 Euro pro Tag; ein Bruchteil der Parkhäuser direkt in Venedig.
Lohnt es sich, Burano und Murano an einem Tag zu machen?
Ja, problemlos. Mit einem frühen Start kannst du beide Inseln und zusätzlich noch Venedig an einem Tag besuchen.
In welcher Reihenfolge sollte man die Inseln besuchen?
Zuerst Burano, dann Murano. So bist du am Vormittag auf der weiter entfernten Insel, bevor der Touristenstrom aus Venedig ankommt.
Muss man das Vaporetto-Ticket validieren?
Ja, bei jedem Einstieg neu. Ein nicht validiertes Ticket gilt als ungültig und kann zu einer hohen Strafe führen.
Braucht man ein Besucherticket für Venedig?
An bestimmten Tagen ja, wenn du nicht in Venedig selbst übernachtest. Am besten vorab auf der offiziellen Website der Stadt Venedig prüfen.
Wo am besten übernachten für einen Tagesausflug nach Venedig?
Lido di Jesolo ist eine gute Option: ruhig, strandnah,in der Nebensaison günstiger und nah an Treporti.
Dieser Tag war nicht geplant und gehört trotzdem zu den entspannteren Venedig-Erlebnissen, die ich hatte.
Kein Parkhaus-Stress, kein Gedränge auf den Inseln, und mit der Linie 12 läuft einfach alles. Wenn du das nächste Mal in der Gegend bist, fahr raus auf die Inseln. Es lohnt sich.
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zuletzt aktualisiert am June 16, 2026