Wandern im Nationalpark Hohe Tauern und der Wildkogel Arena (Kitzbüheler Alpen)

|Ich wurde zu dieser Reise eingeladen| Ich stehe beim Aussichtsblick an der Gerlos Alpenstraße und blicke zum ersten Mal hinunter in Richtung Wildkogel Arena und Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land.

Links die Kitzbüheler Alpen mit dem Wildkogel, rechts die Hohen Tauern und direkt vor mir die Krimmler Wasserfälle.

Über 380 m donnern Europas höchste Wasserfälle die Felsen herunter.
Der schneebedeckte Großvenediger, welcher zugleich Österreichs fünfthöchster Berg ist, thront majestätisch irgendwo ein Stückchen dahinter.

Gerold Alpenstraße mit Krimmler Wasserfälle

Blick von der Gerlos Alpenstraße in Richtung Krimmler Wasserfälle. Noch näher, noch beeindruckender sind die Wasserfälle am Ende der Alpenstraße oder direkt bei den WasserWelten Krimml.

Schon jetzt bin ich verzaubert von diesem unter Wanderern unter Bikern beliebtem Fleckchen in Salzburg. Und ich bin noch nicht einmal in Bramberg und Neukirchen am Großvenediger angekommen.

Die Qual der Wahl

Die Wandermöglichkeiten im Gebiet sind unendlich (echt jetzt!) und ich bin schon im Vorfeld überfordert von der Wanderliste mit Vorschlägen, welche ich im Vorfeld zugeschickt bekommen habe.

Da ich bei Wander-Reisen gerne fotografiere und mir Zeit lasse, habe ich mich für die Genuss-Wanderungen entschieden. Matthias und Barbara von TravelTelling und Angelika von Wiederunterwegs schließen sich an und entscheiden sich auch für das Genuss-Wandern.

Wie sagte schon Hermann Buhl:

„Der echte Bergsteiger, auch der extremste, hat an einer leichten Tour oder an einem Spaziergang genauso seine Freude, wie er sie empfindet, wenn er sich dann wieder hart an der Grenze des Menschenmöglichen bewegt!“

Wer richtige Bergsteigtipps und Wanderungen a`la Grenze des Menschenmöglichen erleben will, kann bei Bergfex Martin von Gehlebt vorbeischauen.

Aber nun zu meinen Wandertipps:

Wandertipp #1: Wildkogel

Am Morgen werden wir von Wanderführerin Andrea vom Smaragdhotel Tauernblick abgeholt. Gemeinsam fahren wir mit der Pinzgauer Bahn in den Nachbarort Neukirchen und steigen dort in die Wildkogelbahn.

Von der Bergstation geht es vorbei an Stauseen, an preiselbeerpflückenden Einheimischen und hinauf auf den Wildkogel.

Es ist nicht nur Wanderzeit, sondern auch Preiselbeerpflückzeit.

Es ist nicht nur Wanderzeit, sondern auch Preiselbeer(pflück)zeit.

Oben angekommen gibts erst mal das obligatorische Gebirgswasser, wie es Andrea nennt. Ich nenne es Marillenschnaps. Schon beim dran Riechen schüttelt es mich, aber nicht weil der Schnaps an sich nicht gut wäre, sondern weil das bei mir immer so ist.

Wandern am Wildkogel in den Kitzbüheler Alpen

Blick vom Wildkogelgipfel Richtung Kitzbühel und Wilder Kaiser

Andrea meint, meine Schüttlerei würde etwaige Viren und Bakterien abschütteln. Ich glaube ihr einfach mal. 🙂

Vom Gipfel des Wildkogels aus (beste Sicht über die Hohen Tauern mit Großvenediger, sowie die Kitzbüheler Alpen) gehen wir hinunter zur Ambrosiuskapelle. Beim Teich sind die Wanderschuhe schnell ausgezogen und das eisige Wasser kühlt unsere heiß gelaufenen Füße.

Wandern am Wildkogel - Ambrosiuskapelle

Die letzte Station auf dem Weg ins Tal ist beim Gasthaus und Schnapsbrennerei Neuhaushof.
Das Grantnwasser (Bergwasser mit Preiselbeeren) zur Brotzeit dazu ist mir eindeutig lieber als der Schnaps.
Aber wie heißt es so schön? Mitgehangen ist mitgefangen.
Zum Glück gibt es für mich einen fruchtigen, leichten Schnaps (geht in Richtung Likör) in der hauseigenen Brennerei.

Wandertipp #2: Smaragdweg Habachtal

Mein persönlicher Favorit!

Im Habachtal, welches zur Randzone des Nationalpark Hohe Tauern gehört, befindet sich Europas einziges Smaragdvorkommen.

Das Habachtal und der Smaragdweg sind für mich eindeutig das schönste Ausflugsziel. So schön, dass es schon beinahe kitschig ist. Neben Haflingern und weniger oder auch mehr müden Kühen entdecken wir kugelrunde Murmeltiere. Vor uns türmt sich der Gletscher auf. Schöner geht es fast nicht mehr.

Und damit der Weg (ca. 2 Stunden Gehzeit) hinein nicht langweilig gibt es unterwegs Stationen zum Entdecken und Verweilen.

Smaragdweg Habachtal, Nationalpark Hohe Tauern

Ein wenig Glück und/oder Hilfe von Andrea und Walter Huber gehört beim Smaragd schürfen dazu. Und wirklich! Ich habe Glück und finde einen Mini-Smaragd, welchen ich vor lauter Freude beim Einpacken wieder verliere, um ihn dann durch Mithilfe von den anderen zum Glück doch wieder zu bekommen. Der Tag ist gerettet! 🙂

Und wo wohnt man so als Wanderer?

Natürlich in einem waschechten Wanderhotel und weil Wanderer so naturverbundene Menschen sind, haben sich die Wanderhotels der Nachhaltigkeit verschrieben (umweltzeichenzertifiziert). Was das genau bedeutet und welche Umweltzeichenhotels ich schon besucht habe; darüber berichte ich demnächst.

Wander- und Bikehotel Smaragdhotel Tauernblick in Bramberg

Wie schon der Name des Hotels verrät spielt der Smaragd eine große Rolle in Bramberg und Umgebung. Und so haben nicht nur die Zimmer im Hotel Namen von in der Region vorkommenden Kristallen bekommen. Beim Frühstück gibt es Smaragdwasser und Kristalle haben einen Spezialplatz im Hotel erhalten.

Smaragdhotel Tauernblick

Neben Smaragden und Kristallen ist aber vor allem Biken und Wandern das Hauptthema des 4 Sternehotels. Maria Innerhofer, Chefin und Mountainbikerin und Chef Günter Innerhofer, Wanderführer und Chef der ausgezeichneten Küche, führen zusammen mit ihrer Familie das Hotel. Seit zwei Jahren sind sie zudem mit ihrem Hotel Mitglied des Umweltzeichens.

(Das Galadinner ist sehr zu empfehlen!)

Im Smaragdhotel Tauernblick werden Bike-, Wandertouren, sowie Nordic-Walkingtouren angeboten. Andrea hat uns zwei Tage bei unseren Genusswanderungen begleitet (Danke dir, liebe Andrea).

Mein Pyrit Kristallzimmer ist neu und sehr gemütlich. Eine Eckbank, viel Holz und Wandermotive sind im 30m² Allergikerzimmer vorherrschend.

Ich habe mich sehr wohl im Smaragdhotel Tauernblick gefühlt und das liegt vor allem an meinem gemütlichen Zimmer sowie der ausgezeichneten vegetarischen (leider noch nicht veganen) Küche und der Freundlichkeit der Chefleute und Mitarbeiter.

Wanderhotel Gassner**** in Neukirchen am Großvenediger

Das Wanderhotel Gassner**** mit dem Motto: BerglustPUR ist ein Familienbetrieb in Neukirchen am Großvenediger. Das zertifizierte Wanderhotel ist neben vielen anderen Auszeichnungen zudem seit 4 Jahren umweltzeichenzertifiziert.

Sonja Gassner führt gemeinsam mit ihrem Bruder engagiert den Familienbetrieb. Wöchentlich gibt es zwischen 5 bis 7 geführte Hauswanderungen in den Nationalpark Hohe Tauern oder die Kitzbüheler Alpen.

Das vegetarische Essen ist ausgezeichnet (vegan nicht vorhanden). Neben 5-Gang-Menü am Abend ist es beim Frühstück erwünscht sich eine Wanderjause zusammen zu stellen und alle alkoholfreien Getränke, sowie Tee und Kaffee sind bis 20:00 Uhr kostenlos.

Schon beim Gang zu meinem neu eingerichteten Einzelzimmer fühle ich mich in den Wald versetzt. Der Teppichboden sieht aus wie ein Waldweg und die Zimmertür ist zwischen Bäumen „versteckt“. Das Zimmer selber ist gemütlich und erinnert mich an eine Almhütte.

Wanderhotel Gassner

Ebenso wie die Kollegen vom Smaragdhotel Tauernblick sind die Mitarbeiter sehr freundlich und aufmerksam, genauso wie ihre Chefin Sonja Gassner. Ich habe mich auch hier sehr wohl gefühlt.

Und sollte kein Wanderwetter/Kaiserwetter im Tal und auf den Bergen herrschen gibt es noch genug zu sehen und zu tun:

Tipps abseits der Wanderpfade:

Besuch des Nationalparkzentrums in Mittersill (360°Panorama inkludiert)
Museum Bramberg (Nationalparkausstellung Smaragde und Kristalle)
oder Wellnessen im Spabereich der Wanderhotels

Diese sind übrigens wie auch die Wildkogelbahn und unzählige andere Erlebnisse in der Nationalpark Sommercard inkludiert. Diese ist bei Übernachtung im Smaragdhotel, als auch Wanderhotel Gassner**** dabei und täglich ist eine Leistung aus über 60 Attraktionen inkludiert (Qual der Wahl). 🙂 Bahn und Bus sind dadurch gratis und Auto fahren ist somit während der Reise nicht nötig.

FAZIT NACH MEINER WANDERREISE:
Als Kind der Berge bin ich nicht so schnell von Bergen und Tälern beeindruckt. Von der Wildkogel Arena und dem Nationalpark Hohe Tauern werde ich dennoch noch eine Weile schwärmen.
> Besonders landschaftlich beeindruckend ist der Smaragdweg Habachtal.
> Die Mitarbeiter und Hoteliers des Smaragdhotels Tauernblick als auch Wanderhotel Gassner**** sind sehr freundlich und hilfsbereit.
>Wer im Winter die Gegend besucht: unbedingt die 14 km lange Rodelbahn hinunter sausen (=längste, beleuchtete Rodelbahn
der Welt, bei der es 1300 Höhenmeter hinunter geht).

Mit freundlicher Unterstützung vom Umweltzeichen/Ministerium für ein lebenswertes Österreich sowie Smaragdhotel Tauernblick und Wanderhotel Gassner****. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

Comments 8

    1. Post
      Author
    1. Post
      Author
    1. Post
      Author

      Danke, Ela.
      Na ja, so wie das Wetter jetzt Anfang Dezember gerade ist, kannst du immer noch wandern gehen. 😀
      Ich war erst am Samstag wandern und das bei uns in den Alpen. 🙂

  1. Hallo Christina,
    das ist ja mal ein Blogpost ganz nach meinem Geschmack ???. Wandern, Natur und wunderschöne Bilder!!!! Den Wildkogel hab ich bis jetzt immer nur im Winter erklommen – da gibt’s eine wahnsinns Rodelbahn runter! Und das Habachtal steht schon ewig auf meiner To-do Liste, da muss ich jetzt aber wirklich mal hin! 😉
    Alles liebe aus dem Almenland, hoffentlich sieht man sich mal wieder 😉

    1. Post
      Author

      Hallo Vanessa,

      von der längsten Rodelbahn habe ich schon gehört. Macht sicher viel Spaß.
      Das Habachtal solltest du dir wirklich ansehen. Die Wanderung hinein alleine lohnt sich schon und das Smaragdvorkommen ist natürlich ein Bonus. 😉

      Hoffe auch, dass wir uns mal wieder sehen.
      Lg,
      Christina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.