Safari Fotografietipps – Das solltest du beachten

Fotografie-Tipps für eine Safari in Südafrika

Anzeige. Ende April war ich für 8 Tage in Südafrika. 2 Tage davon habe ich auf Luxus-Safari am Rande des Krüger Nationalparks in dem privaten Game Reserve der AM Lodge und im Manyeleti Game Reserve verbracht.

Mehr über die Luxus-Safari in der AM Lodge kannst du hier nachlesen: Luxus-Safari in Südafrika: Die AM Lodge

Es gibt ja Fotografen und Hobbyfotografen, welche sich stundenlang Zeit nehmen um das perfekte Foto zu schießen. Hut ab!

Dies passiert bei mir nur selten, da ich als Reisebloggerin generell wenig Zeit habe, um die perfekte Einstellung, den perfekten Platz zu finden und auf die besten Lichtverhältnisse zu warten.

Fotografieren oder die Safari genießen? Beides ist möglich

Wenn du wie ich wenig Zeit hast oder lieber die Stimmung und das Safarierlebnis genießen willst, als die Zeit mit dem Warten auf den richtigen Fotomoment zu verbringen, ist dieser Artikel der richtige für dich.

Auf meiner Südafrikareise und somit auch bei der Safari habe ich übrigens die Canon EOS M5 getestet. Den ausführlichen Testbericht über die Systemkamera findest du hier zum Nachlesen:
Im Test: Die Canon EOS M5 Systemkamera

Normalerweise fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera. Da mir meine Canon EOS 40D jedoch für die Reise zu schwer und unhandlich war und zudem noch keine Videofunktion hat habe ich sie zu Hause gelassen und mir die Canon EOS M5 eingepackt.

Das Video zur Safari gibt es hier (ebenfalls mit der Systemkamera aufgenommen)

Als Objektiv hatte ich zwei Objektive dabei: Das Canon EF 24 – 105 mm 1:4.0 L IS USM Objektiv sowie das Canon EF-M 18-150mm 1:3, 5-6,3 IS STM Objektiv.

Viele behaupten, dass ohne Teleobjektiv (zB 300mm) wenig geht auf Safari. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass wir mit der Crew von der AM Lodge den wild lebenden Tieren so nahe kamen, dass ein 150mm Objektiv für mich vollkommen ausreichend war. Selbst mein 24-105mm Allround-Objektiv war ausreichend.
Ich kann hier jedoch nur auf meine Erfahrung verweisen. Es gibt mit Sicherheit Game Reserves, bei denen Teleobjektive unerlässlich sind.

Aber nicht jeder kann und will sich ein teures Teleobjektiv leisten.

Vielleicht hast du auch viel mehr Zeit als ich und kannst dich stundenlang auf die „Pirsch“ legen. Das war bei meiner zweitägigen Safari nicht der Fall.

Blendeneinstellungen etc. erkläre ich dir hier nicht und gerade als Anfänger oder Hobbyfotograf wirst du bei Safaris mit manueller Einstellung keine Freude haben, da du wahrscheinlich überfordert oder gestresst bist und somit die schönsten Momente der Safari verpasst.

Um den Umgang mit manueller Einstellung und Tierfotografie zu üben empfehle ich dir Tiere im Zoo zu fotografieren oder die eigenen Haustiere, sofern du welche hast. Übung macht den Meister! 😉

Aber nun zu meinen besten Fotografie-Tipps für eine Safari:

1. Serienbildfunktion nutzen : Wenn es schnell gehen muss

Tiere zu fotografieren gehört zu einem der schwierigsten Themen, wenn es um Fotografie geht.
Auf Safari geht es vorwiegend um Tiererlebnisse und Tiere bewegen sich nun mal schneller oder l a n g s a m e r.

Unverhofft steht oder läuft auf einmal ein Löwe, Elefant, Nashorn, eine Giraffe oder sogar ein Leopard an dir vorbei.
Nichts ist ärgerlicher als eine kurze Begegnung mit einem Tier, welches vorbei läuft und die Kamera fängt den Moment nicht ein.

Damit ich auf Safari alle Bewegungen einfangen kann habe ich auf die Serienbildfunktion umgestellt. Somit kann ich das gewünschte Tier fokussieren und alle einzelnen Bewegungen einfangen. Meiner Kamera und mir entgeht dabei kein vorbei laufendes Wildtier. Besonders bei sich schnell bewegenden Tieren wie Gnus oder Impalas ist dies von Vorteil.
(Bei manueller Einstellung verwende ich übrigens TV).

Dieser Leopard war in zwei Sekunden vom Boden aus mitten im Baum. Die schnelle Bewegung konnte ich mit Hilfe der Serienbildfunktion einfangen. Dieses ist eines meiner Lieblingsbilder der Safari in Südafrika:

Fototipps für die nächste Safari

2. Die richtige Bildkomposition – nie mehr langweilige Fotos

Eine einfache Regel besagt, dass das Hauptmotiv nie in der Mitte liegen sollte. Harmonischer und interessanter wird ein Foto, wenn das Motiv ein wenig versetzt platziert wird.
Tiere dauernd in der Mitte des Bildes zu platzieren wirkt langweilig. Versuche deshalb die Tiere außerhalb der Mitte zu fotografieren. Ein Tier links oder rechts im Bild dargestellt wirkt viel interessanter.
Wenn es schwierig für dich ist kannst du dir das Gitternetz in der Kamera zu Hilfe nehmen.

(Falls du mehr über die sogenannte Drittelregel oder den goldenen Schnitt erfahren willst, findest du im Internet dazu zahlreiche Erklärungen).

Auch wenn der Vogel hier beinahe in der Mitte des Fotos erscheint ist die gesamte Bildkomposition nach links verlagert:

Fototipps für Safaris: Das ist zu beachten

Durch nachträgliches Editieren ließe sich der Vogel noch viel näher heranholen (passend zu Tipp Nr. 6).

3. Position der Kamera

Wenn möglich solltest du das Tier auf Augenhöhe fotografieren. Gerade bei einer Safari ist dies schwierig. Vor allem, wenn du im Jeep sitzt. Aussteigen und zu einem Löwen gehen funktioniert hier nicht (höchstens einmal und dann nie wieder 🙂 ).

Bei diesem Leoparden hatte ich das Glück, dass er erhöht auf einem Hügel lag und somit fast auf Augenhöhe zu mir war. Hier habe ich so lange gewartet, bis er mir direkt in die „Augen“/Linse geschaut hat.

Fototipps Safari Südafrika

4. Konzentriere dich auf ein Tier

Impalas und Springböcke, sowie Büffel erscheinen oft in Herden. Wenn du ein Foto von einer Herde machen willst, dann konzentriere dich auf ein bestimmtes Tier. Sieht dieses zu dir her oder macht etwas Interessantes, dann ist der richtige Moment ein Foto davon zu machen. So sieht das Foto interessanter aus, als wenn du ein wildes Durcheinander von Tieren fotografierst.

Fotografietipps Safari

5. Details

Suche dir bei Nahaufnahmen ein Detail, auf welches du dich konzentrieren willst. Sind es die Augen, ein bestimmtes Muster im Fell oder eine bestimmte Bewegung?

Die langen Wimpern und die Färbung haben mich bei diesem Vogel besonders fasziniert. Ich habe mich darauf konzentriert (rechter Wimpernkranz) und den Rest des Körpers weg gelassen:

6. Trau dich

Nicht immer muss das ganze Tier im Bild erscheinen. Trau dich und fotografiere Bildausschnitte. Lass Teile weg, probiere aus. Wenn du Angst hast dass du bei Nahaufnahmen etwas verpasst, dann fotografiere das ganze Tier. Du kannst im Nachhinein das Foto auch zuschneiden (bearbeiten) und ausprobieren, ob dir ein bestimmter Ausschnitt gut gefällt. Dann kannst du das Foto im Nachhinein speichern.

Nahaufnahme: Auch Löwen sind verletzlich! Hier kommen die Narben des Löwen auf der Nase besonders gut zur Geltung.

Fotografietipps für Safaris

Generell gilt auf Safari: Nutze das, was du hast. Ausrüstung und die Umstände. Mit Tieren läuft nicht immer alles so, wie man es gerne hätte.
Genieße das Fotografieren, aber vergiss nicht dir die Tiere auch so anzusehen und nicht nur durch die Linse. 😉

Beim Fotografieren gibt es kein richtig und falsch, was die Bildauswahl betrifft. Am Ende gilt: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Sei offen für Neues, probiere aus und versuche doch ein paar meiner Tipps.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Selbst Profifotografen und Blogger lernen täglich dazu.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar hilfreiche Tipps mit auf deine Safari geben.

Welcher Tipp war für dich am hilfreichsten bzw hast du noch weitere Tipps? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Canon. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN:

   

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.