[7ways2travel]: Ganz persönlich: 7 Fragen an mich als Reisebloggerin von CitySeaCountry

Seit Juni bin ich Teil von #7ways2travel, einem Gemeinschaftsprojekt von 7 österreichischen Reisebloggern.  Jeden Monat berichten wir über ein gemeinsames, spannendes Thema.
Dieses Mal wird es persönlich, denn wir haben uns gegenseitig Fragen gestellt.
Gerhard von Andersreisen hat mir sieben Fragen gestellt:
Fragen übers Reisen, aber auch persönliche Fragen, damit ihr mehr über mich erfahren könnt und ich zeige euch auch ein paar Fotos, welche ich sonst noch nirgendwo gezeigt habe. ?

1. CitySeaCountry lautet der Name deines Blogs. Gibt es für dich eine Priorität? Wo bist du am liebsten: In der Stadt, am Wasser oder am Land?

Ich wohne am Land, umringt von den Alpen in Tirol und bin somit von Natur und Landluft umgeben.
Natur und schöne Landschaften sind mir wichtig und ein Kriterium dafür, wo ich wohnen will.

Städte schaue ich mir auf Reisen sehr gerne an, da es dort viel zu sehen und entdecken gibt. Nach ein paar Tagen jedoch wird es mir zuviel und ich muss wieder raus aufs Land und in die Natur.

Eine Kombination aus allen dreien ist mir auf Reisen wichtig, wie schon der Name meines Blogs CitySeaCountry sagt.

Wenn ich mir jedoch nur ein Thema davon aussuchen dürfte, würde es mich wahrscheinlich ans Meer verschlagen. (Da habe ich Wasser und Natur, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen). ?
Egal ob an raue Küsten wie etwa in Irland, England, Australien oder Kalifornien oder an Sandstrände mit Palmen wie in der Karibik oder den Malediven. Mindestens einmal pro Jahr brauche ich meine Dosis Meer.

Vitamin „SEA“; letztes Jahr an der Great Ocean Road in Australien

Meine Liebe für das Meer habe ich 2003 entwickelt, als ich für 10 Monate lang als Privatlehrerin auf einem Katamaran mitgereist bin. (Es gibt nichts Beruhigerendes als mit Meeresrauschen einzuschlafen. Just saying.)
Von Kroatien aus ging es entlang des Mittelmeers (Sizilien, Sardinien, Mallorca, Gibraltar) nach Gran Canaria. Von dort aus in 14 Tagen über den großen, weiten Atlantik auf einem 18 m langen und 8 m breiten Katamaran mit Ziel St. Lucia.
Anschließend segelten wir 5 Monate in der Karibik herum bis zu den BVI’s, den US Virgin Islands, Turks&Caicos, Puerto Rico und den Bahamas zur Endstation Fort Lauderdale in Florida.

7ways2travel: Persönliche Fragen an CitySeaCountry

Irgendwo im Nirgendwo im Atlantischen Ozean

2. Du berichtest in deinem Blog über Roadtrips. Wenn ich dich nach einer spektakulären Route frage, welche würdest du mir spontan empfehlen?

Das ist echt sehr schwierig zu beantworten. Kommt ganz darauf an, was dich interessiert, wie viel Zeit du hast und welcher Kontinent dich am meisten interessiert.

Wenn wir in Europa bleiben, würde ich dir folgende Roadtrips empfehlen (mehr darüber kannst du bei einem Klick auf den Link erfahren):

In Irland der Ring of Kerry mit Ausgangspunkt Killarney in Westirland.

In England habe ich erst vor kurzem einen Roadtrip mit meiner Nichte gemacht. England ist, wenn du kein Problem mit dem LINKS fahren hast, ein wunderbares Land für Roadtrips (zB Südengland und natürlich ein Abstecher zu Stonehenge).

Roadtrip England: Stonehenge – für mich ein Must-See

In Frankreich (Gegend rund um die Provence) kann ich die Lavendelroute wärmstens empfehlen. Diese führt entlang der duftenden Lavendelfelder, sowie vorbei an einer der größten Schluchten Europas, der Verdonschlucht. Der Verdon mündet in den Lac de Sainte-Croix, welcher es zur Liste der schönsten #7ways2travel Seen in (Südfrankreich) geschafft hat.

In den USA war ich sieben Wochen lang in Kalifornien auf einem Roadtrip unterwegs. Wahrscheinlich zeitlich nicht für jeden machbar. Ein Erlebnis welches ich sicher nicht mehr vergessen werde.

In Südaustralien und Victoria würde ich die Great Ocean Road empfehlen und die weniger bekannte Limestone Coast.

Südafrika hat auch so einiges zu bieten. Wunderschön ist ein Tagesausflug von Kapstadt aus entlang des Chapman’s Peak Drive zum Kap der Guten Hoffnung mit einem Abstecher zu den Pinguinen in Simon’s Town.

7ways2travel: Persönliche Fragen an Christina von CitySeaCountry

Wie du siehst ist es echt schwer einen Roadtrip als besonders spektakulär oder besonders hervorzuheben, denn jeder Roadtrip ist einzigartig und spannend.

3. In deinem Blog ist auch „Vegan auf Reisen“ ein Thema. Ich stelle mir das in manchen Ländern sehr schwierig bis unmöglich vor. In welchen Ländern klappt es sehr gut und wo überhaupt nicht?

Ich habe erst vor kurzem einen Blogpost geschrieben. Dieser geht um die skurrilsten Ausreden der Gastronomie, warum sie keine veganen Gerichte anbieten. (Sehr lesenswert! 🙂 )

Besonders schwierig, und das finde ich echt traurig, ist es vegan in Österreich zu essen. In Großstädten ist es ein wenig einfacher, am Land oder in kleinen Städten beinahe unmöglich. Mein eigenes Heimatland ist einfach noch nicht aus der Kässpätzle-, Schnitzel-, Schweinsbraten-, Speckknödel und Co. Ära heraus gekommen.

Erst vor kurzem war ich in England. Da war es viel einfacher vegan zu bestellen. Auch in Australien war es einfach vegan zu essen. Es wird langsam besser, aber wie gesagt: Österreich und vor allem Tirol haben da echt Aufholbedarf.

4. Als Reisebloggerin bist du viel unterwegs. Wie kriegst du das mit Freunden und Familie unter einen Hut? Klappt es den Kontakt zu halten und Freundschaften zu pflegen?

Ich bin ein eher introvertierter Mensch und mir war es schon immer am liebsten, weniger Freunde zu haben, dafür solche, denen ich vertrauen kann und auf die ich mich verlassen kann. (Ganz nach dem Motto: WENIGER IST MEHR.)
Meine Freunde und ich sehen uns unregelmäßig, aber wenn wir einander brauchen, sind wir füreinander da.
Und du wirst es nicht glauben ?: Die meisten meiner Freunde reisen selber sehr gerne und verstehen somit meine Leidenschaft fürs Reisen.
Wenn wir uns treffen geht es im Gespräch oft um unsere Reisen und was wir so erlebt haben.
Ich bin zwar oft unterwegs, aber es gibt auch wieder Zeiten, wo ich viel zu Hause bin. Dies sind auch die Zeiten, wo ich Treffen einplane.
Meine Freunde verstehen zum Glück meine Leidenschaft. ?

Einige meiner Freunde leben weiter entfernt und da besteht der Kontakt dann meistens aus Telefonaten, WhatsApp oder Messengernachrichten.

Meine Familie unterstützt mich sehr, wenn es um meine Reisen geht. So kümmert sich meine Schwester Sandra um meine Katzen; ihre „Adoptivkatzen“, wie sie sie nennt.
Wenn Sandra unterwegs ist kümmere ich mich um ihre Hennen, Hasen und Katzen.
Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie meine Leidenschaft versteht und mich dabei unterstützt. (Es ist sehr hilfreich, dass meine Schwester, sowie ihr Freund riesengroße Tierliebhaber sind, denn ohne diese Hilfe könnte ich nicht so oft verreisen). ??

Meine Mum und ihr Freund reisen selber auch gerne; sie verstehen ebenso meine Leidenschaft fürs Reisen. Worüber meine Mutter jedoch froh ist, ist, dass ich kein Motorrad mehr habe und nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs bin. ↓

Ende 20: Zahnspangenzeit (und deshalb ja keine Zähne zeigen!) und unterwegs auf meiner KTM 525

5. Du hast bereits einige Länder auf fast allen Kontinenten besucht. Gibt es ein Land, das dich extrem fasziniert? Und welches Land hat dich eher enttäuscht?

Was mich eher enttäuscht hat war Tunesien. Ich konnte mit der Mentalität der Männer wenig anfangen. Das hat jetzt nichts mit Religion oder ethnischer Zugehörigkeit zu tun, sondern wie Männer Frauen behandeln bzw. betrachten.

Faszinierend finde ich sonst so ziemlich jedes Land, welches ich bisher bereist habe. Es ist unheimlich spannend, was es alles zu entdecken gibt und wie unterschiedlich und vielfältig die Länder sind.
In Europa gefällt mir Irland besonders gut. Bisher war ich drei Mal in Irland. Wiederholungen nicht ausgeschlossen.

Dieses Jahr im Mai war ich an der Costa Brava. Für mich bis jetzt im Jahr 2017 (neben Südafrika) eines meiner liebsten Reiseziele:

7 Fragen an die Blogger von 7ways2travel

Mittelalterliche, märchenhafte Orte an der Costa Brava

Australien, sowie die Malediven finde ich auch toll. Natürlich auch die Bahamas, Turks&Caicos, BVI’s, USA, teilweise Länder in Asien wie Laos und Kambodscha und eines meiner neuen Lieblingsländer: Südafrika.

(Die Liste könnte ich wahrscheinlich noch ewig erweitern..)

6. Abseits vom Reiseblog: Wo findet man die Christina, wenn sie einfach mal „ganz privat“ nicht auf Reisen ist?

Wenn ich nicht auf Reisen bin, dann findest du mich wahrscheinlich zu Hause, denn so schön reisen ist, so ist es doch auch anstrengend (in einem positiven Sinne).
Ich bin wahnsinnig gerne in meinen eigenen vier Wänden und auf meiner Terrasse. Dort findest du mich oft mit einem Buch auf meiner Lounge, sowie kuschelnd mit meinen zwei Katzen Bär und Lucy (wenn die Beiden Zeit haben und nicht auf Entdeckungstour sind).
Oder bei meiner Familie und Freunden.
Auf jeden Fall genieße ich die Ruhe und entspanne gerne.

7. Abschließend die wahrscheinlich wichtigste Frage: „Und wo gehts als nächstes hin?“

Als nächstes geht es für mich Ende September das erste Mal nach Serbien. Ich bin schon sehr gespannt darauf, Belgrad und die Umgebung zu entdecken. Vielleicht gehe ich dort reiten. Dies hat früher zu meinen Lieblingshobbies gezählt. Aufgrund von Zeitmangel habe ich damit vor Jahren leider aufgehört.

Anfang 30: Nachdem ich in meiner Kindheit und Jugendzeit fast täglich reiten war, nehme ich es nun mit dem Westernreiten auf; entweder ich war zu schnell oder der Fotograf zu langsam –> unscharf

Nächstes Jahr im Frühling breche ich dann zu einem meiner größten Abenteuer auf, aber das wird noch nicht verraten! 😉

Meine 7ways2travel KollegInnen standen auch Rede und Antwort. Die interessanten Fragen und Antworten kannst du hier nachlesen:

Flo und Coris Fragen und Antworten findest du auf ihrem Reiseblog Travelpins.

Gudruns 7 Fragen und Antworten findest du bei der Reisebloggerin.

Gerhard von Andersreisen beantwortet seine Fragen und Antworten am 3. Tag.

Maria von Kofferpacken beantwortet brav meine 7 Fragen.

Auch Angelika von Wiederunterwegs gibt Persönliches preis.

Und last but not least verraten Jürgen und Melanie von Lifetravellerz ihre Antworten.

Comments 11

  1. Auch wenn’s Deinen Eltern gefällt, dass Du kein Motorrad mehr hast – ich wär‘ schon mal auf eine Motorradtour in Tirol vorbei gekommen. Das Stilfserjoch und einige andere Routen sind ja quasi bei Dir ums Eck. 🙂

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      Du kannst auch gerne so mit deinem Motorrad vorbei kommen. Allerdings kann ich nicht mitfahren, da ich kein Motorrad mehr besitze. Ich könnte mir höchstens den Roller meiner Nichte ausleihen. 🙂
      …würde aber wenig Spaß machen und du müsstest ewig auf mich warten.

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  2. Interessante An- und Einsichten. Gespannt bin ich auf die skurilsten Ausreden österr. Gastwirte zu nonvegan. Das les ich jetzt.

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      Viel Spaß beim Lesen, Andreas. 😉
      Ich habe den Blogpost in einer Gruppe geteilt und es gab an die 70 Kommentare darüber, wie es anderen gegangen ist, als sie nach einem veganen Gericht gefragt haben.
      Teils haarsträubend, welche Ansichten und Antworten es da zu hören gab.

  3. Hallo Christina, ich finde es super interessant, wie ehrlich und spannend du die Fragen beantwortest und deine Erfahrungen beschreibst, da kann man viel lernen und sich einige Anregungen für die nächste Reise holen.
    Danke für die tollen Beiträge und ich hoffe bald noch mehr von dir und den anderen Bloggern zu lesen. Liebe Grüße sendet Michael Keulemann von der ASK Steuerberatung Hannover

  4. Das „Weniger ist Mehr“ bei Freunden kann ich nachvollziehen, da ich ebenfalls eher der introvertierte Typ bin. Die wirklichen Freunde zeigen sich eh, wenn man mal länger unterwegs ist. 🙂

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      Gut, dass es genug Reiseverrückte gibt wie dich und mich, die kein Problem haben sich über Telefonate, WhatsApp, Messenger und ab und zu in echt zu treffen. 🙂
      Und es stimmt: Wenn man mal länger unterwegs ist (oder immer wieder) sieht man schnell, wer die wirklichen Freunde sind.

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