per anhalter über den atlantik

Per Anhalter über den Atlantik

Timo Peters aus dem Norden Deutschlands erzählt auf BruderLeichtfuß.com von seinen ungewöhnlichen Reisen.

Vor allem als Anhalter über die Meere zu segeln hat es ihm angetan. Da musste ich sofort nachfragen, denn sowas habe ich bis jetzt noch nicht gehört.

Per Anhalter über den Atlantik / Timo Peters

Wie kommt man auf die Idee per Anhalter über den großen Teich zu reisen?

Erstmal gehört natürlich eine kleine Portion Abenteuerlust dazu. Vor einiger Zeit bin ich per Anhalter auf einer Tour über die Autobahnen Europas unterwegs gewesen. Recht zufällig traf ich dabei in Spanien auf einen Kaptitän eines Segelboots, der mich für einige hundert Seemeilen auf seinem Boot mitnahm. So erfuhr ich zum ersten Mal, dass man auch auf Segelbooten trampen kann – danach war die Idee der Atlantiküberquerung schnell geboren.

Ich finde es beim Reisen generell spannend, ein Gefühl für Entfernungen zu bekommen. Das geht am schlechtesten bei Reisen mit Flugzeugen, besser geht es per Anhalter. Und so richtig gut funktioniert es beim Wandern, oder eben Segeln. Während meines Trips über den Atlantischen Ozean habe ich insgesamt 30 Tage auf See verbracht – jetzt habe ich eine Idee, wie weit es nach Amerika wirklich ist.

Ich habe in einem Post schon über 5 Dinge berichtet, die man wissen sollte, wenn man über den Atlantik segelt. Was sind deine Tipps dazu?

Zunächst einmal finde ich deine Tipps spitze und ziemlich hilfreich für Landratten, die zum ersten Mal an Bord eines Segelboots sind.

Mein Tipp: Achte bei der Proviantierung auf jeden Fall darauf, genug „Futter“ für die Crew dabei zu haben, das nicht gekocht werden muss. Kochen bei Seegang ist ziemlich schwierig – mir ist nicht nur einmal ein voller Topf mit fast fertiger Soße vor die Füße gefallen. Das ist nicht nur tierisch ärgerlich, sondern kann auch sehr gefährlich sein. Massen an Müsli- und Schokoriegel sind also ein Must-Have!

Ein anderer Tipp für längere Überfahrten: Lerne backen! Wir haben uns während der Ozeanüberquerung in den Nachtschichten immer wieder Brot gebacken, das geht sogar in der Pfanne am Gasherd. Und frisches Brot lässt beim Frühstück einfach gute Laune aufkommen! 

War dir auf dem Segeltrip auch mal langweilig (es sind ja doch etliche Tage) und was hast du dagegen getan?

Ein bisschen Technik: Ein prall gefüllter Ebook-Reader und ein mp3-Player mit Hörbüchern. Allerdings war ich erstaunt, wie viel an Bord zu tun ist und wie wenig Langeweile aufkommt. Bei Seegang dauern die simpelsten Sachen viel länger als an Land: Kochen, Abwaschen, Putzen, Aufräumen… Immer wieder sind außerdem (hoffentlich) kleinere Reparaturen am Boot zu erledigen.

Dein ultimativer Tipp gegen Seekrankheit?

Beschäftige dich selbst! Ich hatte im Vorhinein angenommen, dass ich immer mal wieder stundenlang aufs Meer hinaus schaue und meine Gedanken schweifen lasse – das hilft nicht! Besser ist es, sich immer wieder neue Aufgaben zu suchen: Zum Beispiel die Crew mit einer besonders aufwenigen Mahlzeit zu beglücken, das steigert auch die Moral der anderen…

Wenn du nur noch ein Land bereisen dürftest. Welches wäre das und warum?

Eine furchtbare Vorstellung! Ich glaube aber, wenn ich mich denn wirklich entscheiden müsste, würde ich nach Tonga reisen. Die Millionen Inseln im Pazifik sind schon immer ein Traum von mir. Außerdem könnte ich dorthin segeln – und ich hätte immerhin fast 200 Inseln, die ich erkunden könnte. Aber: Ich will doch auch mal ins Himalaya und nach Feuerland und nach Afrika… keine schöne Vorstellung, das.

Per Anhalter über den Atlantischen Ozean / Timo Peters

Neues Reiseziel in Sicht? Tonga vielleicht?

Danke Timo für die inspirierende Einsicht in dein Leben.

Wie wir sehen gibt es so viele Möglichkeiten, mehr als man sich denken kann. Über den Atlantik als Anhalter ist nur eine davon, sein Leben zu bereichern.

Hast du auch schon „ungewöhnliche“ Erfahrungen gemacht. Dann berichte uns davon.

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Kategorie: In und am Wasser

Comments 6

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      Hi Jonathan,

      I would start by reading the book „The Hitchhiker´s Guide to the Oceans“. It will give you lots of information how to prepare and what to do and know to get hired. There are forums you can check out and I would recommend http://www.worldcruising.com. They organize every year the ARC (Atlantic Rally for Cruisers). I am sure you will get help there. It´s a great organisation and the week before the start of the ARC is a lot of fun.

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      It really sounds like an awesome idea. I didn´t do the hitchhiking across the Atlantic Ocean. Instead I crossed it while working as a private teacher. Crossing the Atlantic Ocean on a small vessel is an incredible adventure. Hope you can do it too.

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