Fotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und Landschaftsfotografie

Fotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und Landschaftsfotografie

Anzeige. In meinem Artikel über Fototipps für Natur- und Landschaftsfotografie erfährst du die wichtigsten Tipps und Tricks, sowie welche Kamera und Objektive für Landschaftsfotos und Naturfotos am besten geeignet sind.

Das Inhaltsverzeichnis gibt dir einen Überblick über die aufgegriffenen Themen und Tipps:

Fotografieren: Tipps für Natur- und Landschaftsfotografie

Natur und Landschaften fotografieren bedeutet nicht nur, dass außer Bergen, Wasser, Wiesen nichts Anderes auf dem Fotos sein soll und kann. Im Gegenteil: Auch ein einsames Haus, ein Leuchtturm, Menschen, ein Tier, Auto oder auch ein Schiff kann ein reizvolles Accessoire in einer Natur- und Landschaftsaufnahme sein.

Was es sonst noch für Tipps gibt, um ein reizvolles Natur- und Landschaftsfoto zu machen, welches interessant aussieht, erfährst du hier:

Goldener Schnitt

Lange bevor ich vom Goldenen Schnitt gehört habe (das erste Mal im Kunstunterricht) habe ich diesen intuitiv eingesetzt. Überhaupt mache ich viel intuitiv. Es muss mir gefallen. Egal ob beim Fotografieren, bei Kleidung, Einrichtung etc.

Schönheit liegt nun mal im Auge des Betrachters.

Da ich auf Reisen schon öfter begleitet wurde und die Kamera meiner Begleitung in die Hand gedruckt habe, damit ich auch einmal vor der Kamera bin und nicht immer dahinter, habe ich bemerkt, dass nicht jeder so intuitiv fotografiert, bzw. vom Goldenen Schnitt weiß.

Der Goldene Schnitt oder auch die Drittelregelung lässt ein Foto besonders harmonisch wirken.

Dabei wird das Foto in neun gleich große Rechtecke eingeteilt. Du stellst dir dies gedanklich vor während du ein Foto machst.

Wichtige Elemente und Objekte, welche du in den Fokus setzen möchtest, platzierst du auf diesen imaginären Linien und den Schnittpunkten dieser Linien (bzw. Eckpunkte dieser 9 Rechtecke).

Fotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und Landschaftsfotografie

So sind wichtige Objekte und Elemente automatisch aus der Bildmitte entrückt, was ein Bild lebendiger und interessanter macht.

Ist das Element genau in der Mitte des Fotos platziert sieht es oft langweilig aus. Für den Betrachter des Fotos ist es interessanter, wenn das Auge wandern kann.

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Niagarafälle, Kanada – mystische Stimmung durch die immense Wassergischt

Natürlich gibt es auch Ausnahmen zu dieser Regel – wie immer in der Fotografie – aber gerade wenn du anfängst und interessantere Fotos machen möchtest ist der Goldene Schnitt eine gute Hilfe.

Interessante Objekte, Vordergründe

Auch ein Natur- oder Landschaftsfoto lebt von dem gewissen Extra. Dies kann zum Beispiel ein großer Stein sein, eine bunte Blume, ein Tier, aber auch ein Leuchtturm, eine Ruine, ein oder mehrere Menschen, ein Boot.

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Leuchtturm 1000 Islands, Ontario /Kanada

Suche immer nach einem Objekt, das du spannend ins Bild (in den Vordergrund) setzen kannst.

Alles eine Frage der Perspektive

Die meisten fotografieren im Stehen und die Fotoperspektive liegt somit auf Augenhöhe. Mich siehst du jedoch auch oft kniend und manchmal am Boden liegend. Vielleicht kennst du noch aus dem Kunstunterricht die Froschperspektive und Vogelperspektive? Letztere kannst du mit einer Drohne erreichen, erstere so:

Die Froschperspektive ahme ich nach, indem ich mich hinknie, setze oder auch mal die Kamera auf den Boden stelle und wie bereits erwähnt mich mit der Kamera in der Hand auf den Boden lege.

 

Wenn ich eine Kamera mit ausklapp- und drehbarem Display habe, dann halte ich die Kamera schon mal so hoch, wie es nur geht und klappe das Display herunter, damit ich sehe, was ich fotografiere. Auch dies ergibt auf Fotos eine andere Perspektive, welche unter Umständen sehr interessant sein kann.

Während du also stehst versuche ruhig einmal eine andere Perspektive zu wählen. Du musst auch nicht starr an einem Platz stehen. Bewege dich einen Schritt nach rechts, nach links, weiter vor oder zurück, beuge die Knie, halte die Kamera auf Hüfthöhe, bis das, was du fotografieren möchtest, für dich am richtigen Platz ist.

Mach ruhig immer mehrere Fotos von einem Motiv aus mehreren Perspektiven. Später kannst du vergleichen und sehen, welches Foto interessanter und für dich aussagekräftiger ist. Ich betone immer wieder: Für dich! Im Endeffekt muss es dir gefallen und die Stimmung ausdrücken, die du möchtest. Es gibt kein falsch und richtig. Nur verwackelte Fotos und unscharfe. 🙂

Schärfe und Tiefenschärfe

Bei Landschaftsfotos spielt die Unschärfe des Hintergrundes = Tiefenschärfe keine Rolle. Hier möchtest du, dass alles scharf ist. Vom Vordergrund bis zum Hintergrund. Du musst hier also nicht mit der Schärfe spielen.

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Niagarafälle (Horseshoe Falls), Kanada

Ein niedriger ISO-Wert hilft dir auch dabei, dass du wenig Bildrauschen bekommst.

Anders ist es bei Naturfotos, wo du zum Beispiel eine Blume, einen Baum, ein Tier oder einen Menschen in der Umgebung in den Fokus setzen möchtest.  

Beste Zeit für Natur- und Landschaftsfotos

Die beste Zeit für eindrucksvolle und dramatische Landschaftsfotos ist morgens und abends, wenn die Sonne besonders tief steht. Also rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es gibt mittlerweile auch Apps, die dir anzeigen, wann und wo die Sonne auf- und untergeht.

Bei mir als Reisebloggerin ist es so, dass mein Tag immer straff durchgeplant ist, sodass ich selten Zeit habe, um darauf Rücksicht zu nehmen und mir die Zeit nehmen kann, die dafür nötig ist.

Wichtig ist mir eine Kombination aus Reiseberichten und Tipps, sowie dies mit meinen Fotos zu untermalen.

Wenn du dir im Urlaub die Zeit nehmen kannst und möchtest, dann ist das super!!!

Fotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und LandschaftsfotografieFotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und Landschaftsfotografie

Teil von Boldt Castle, 1000 Islands (USA)

Autofokus oder manueller Fokus bei Natur- und Landschaftsfotos?

Bei Landschaftsfotos nehme ich so gut wie immer den Autofokus. Es gibt aber auch Fotografen, die hier mit dem manuellen Fokus arbeiten. Wenn du bei Landschaftsfotos den manuellen Fokus verwenden möchtest, empfehle ich dir ein Stativ.

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Frosch und Chipmunk im Algonquin Provincial Park

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Für Naturfotos, zum Beispiel beim Fotografieren von Pflanzen und Tieren verwende ich immer häufiger den manuellen Fokus. Besonders wenn sich ein Tier teilweise hinter einem Objekt wie einem Busch versteckt (siehe Tigersafari in Indien) oder wenn ich einen Bereich des Tieres besonders scharf stellen möchte, verwende ich den manuellen Fokus.

Ausnahme: Das Tier bewegt sich sehr schnell. Dann benutze ich immer den Autofokus.

Welche Kamera und Objektiv für Natur- und Landschaftsfotos

Vor kurzem war ich das erste Mal in Kanada. Während meines Roadtrips habe ich Wale beobachtet, war wandern, habe eine Bootstour bei den 1000 Islands gemacht, war in der Großstadt Toronto und habe die Niagarafälle besichtigt.

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1000 Islands, Ontario /Kanada

Fotografieren auf Reisen: Fototipps Natur- und Landschaftsfotografie

Während dieser zwei Wochen habe ich die unterschiedlichsten Sachen erlebt und gesehen.

Perfekt wäre es natürlich gewesen für jede dieser Erlebnisse das passende Objektiv dabei zu haben. Ich habe mich  für diese Reise für meine Canon EOS M5 entschieden und das, wie ich es nenne, Allroundobjektiv EF 24-105mm 1:4L IS II USM.Für Natur- und Landschaftsfotografie ist dieses sehr gut geeignet.

Für reine Landschaftsaufnahmen wäre zudem ein Weitwinkelobjektiv und auch ein Teleobjektiv passend gewesen. Zweiteres für Natur- und Tieraufnahmen, aber auch für Landschaftsfotos, wenn das gewünschte Objekt, das auf dem Bild dabei sein sollte, weiter weg ist.

Tipps für das passende Objektiv in jeder Situation findest du in meinem Objektivguide.

Weitere nützliche Hilfsmittel und Tipps für Natur- und Landschaftsfotografie

Stativ

Ein Stativ ist natürlich immer eine gute Investition und das perfekte Hilfsmittel. Wenn du dir ein Stativ kaufst, dann achte darauf, dass es leicht und handlich ist, jedoch eine gute Qualität hat.

RAW Format

Wenn du mehr aus deinen Fotos herausholen willst und die Fotos gerne mit Bildbearbeitungsprogrammen wie, Photoshop, Lightroom und Co. bearbeiten willst, stelle die Bildqualität unbedingt auf das RAW Format. Wie dies funktioniert kannst du im Handbuch nachlesen.

Graufilter für fließendes Wasser

Du kennst sicher die schönen Fotos, bei denen das Wasser samtig weich aussieht. Um dies zu erreichen benötigst du einen Graufilter. Selber habe ich noch keinen Graufilter, jedoch ist dies sicher eine lohnenswerte Anschaffung, wenn du vorhast Landschaftsfotos mit Wasserfällen, Meer, etc. aufzunehmen.

Viel Spaß beim Fotografieren von Natur- und Landschaftsfotos.

Offenlegung: Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Canon Austria. Meine Meinung ist und bleibt meine eigene.

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