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[7ways2travel] 7 Fotos, die es nie auf meinen Reiseblog geschafft haben

Eigentlich wollte ich 7 Fotos meiner letzten 7 Reisen, welche es aus diversen Gründen nie auf meinen Reiseblog geschafft haben, in diesem Blogpost veröffentlichen.

Als ich in meinem Fotoarchiv gestöbert habe, bin ich an Fotos aus dem Jahr 2003 und 2004 hängen geblieben. Das ist schon urlange her, aber da dies meine prägendste, interessanteste und längste Reise an einem Stück war, sowie einer der Gründe, warum ich so gerne reise und fremde Kulturen kennen lerne, gibt es heute 7 Fotos meiner Schiffsreise aus dem letzten Jahrzehnt.

7 Fotos meiner 10monatigen Reise auf einem 18 m langen Katamaran

Wie kam es dazu?
Ich habe zwei Jahre als Volksschullehrerin (Grundschullehrerin) gearbeitet und bekam die einmalige Chance für ein Schuljahr lang als Privatlehrerin zwei US-Amerikanerinnen zu unterrichten. Meine Arbeitsstelle war dabei ein 18m langer und 8 m breiter Katamaran.
=mehr oder weniger ortsunabhängiges Arbeiten 😉 🙌

Gestartet habe ich im August 2003 in Dubrovnik, Kroatien. Damals hieß dies: 20 Stunden Autofahrt von Tirol bis nach Dubrovnik. Denn zu dieser Zeit gab es noch keine Autobahn durch Kroatien und die Fahrt entlang der Küste war zwar schön, jedoch auch beschwerlich. Stundenlang Geschwindigkeiten von 30-50 km/h und die Straßen waren damals auch nicht die besten.

Auf dem Mond

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Nach einem Monat Kroatien segelten wir weiter nach Sizilien. Von Palermo aus fuhren wir mit einem Mietauto hinauf zum Ätna. Von dort aus ging es mit Seilbahn und anschließendem Kleinbus weiter „auf den Mond“.

Der schwarze Boden, die Wolken, welche Sizilien und das Mittelmeer verdeckten, sowie die Krater rund um mich fühlten sich an, als ob ich auf dem Mond und nicht auf einem Vulkan wäre.

Nachdem wir Sizilien mit Hauptstandort Palermo verlassen haben segelten wir Richtung Mallorca. In der Nacht jedoch kam ein schwerer Sturm und Unwetter auf und unser Ziel hat sich kurzfristig geändert.

Die Wellen peitschten über den Katamaran und an Schlaf war kaum zu denken. In meinem Bett wurde mein ganzer Körper ein paar Mal 10 Zentimeter in die Luft befördert aufgrund der Wellen und dem rauen Seegang.
Am nächsten Morgen kamen wir unbeschadet in Sizilien statt Mallorca an. Dies war aufgrund des Unwetters sicherer.

Auf dem Deck hatten wir als Souvenir und Andenken an den Sturm ein paar fliegende Fische und einen „Squid“ liegen.

Die Affen von Gibraltar

Laut Legende bleibt Gibraltar so lange in britischer Hand, so lange die Affen auf dem Berg in Gibraltar leben. Ich fand die Affen ganz schön unheimlich. Sie springen einfach auf die Schulter und der Alpha hatte riesige Zähne. Diesem wollte ich auf keinen Fall zu nahe kommen. Dass ich nicht allzu glücklich mit dem Affenüberfall (und Fliegenüberfall auf der Nase) war, ist deutlich zu sehen.

 

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Was auch auf dem Foto zu sehen ist sind zwei schwarze Fingernägel. Das kommt daher, dass ich das Pech hatte mir auf dem Katamaran im Kühlschrank zwei Finger einzuklemmen.

Der Kühlschrank und das Kühlfach sind nicht wie in einem Wohnhaus eingebaut.
Der Kühlschrank ist in der Arbeitsplatte eingelassen und muss mit einem Griff nach oben hin aufgeklappt werden.

Der Deckel ist ziemlich dick und schwer. Mit der rechten Hand habe ich die Klappe hochgedrückt.

Diese ist mir abgerutscht und leider befanden sich zwei meiner Finger ungewollt zwischen Klappe und Kühlschrankinnenraum.

Das Leben auf einem Schiff kann ganz schön gefährlich sein. 🙂
Meine zwei Nägel habe ich während der Reise verloren, zum Glück sind sie aber wieder nachgewachsen.

Ich hatte noch ein paar kleinere Unfälle auf dem Katamaran, aber zum Glück nichts Schwerwiegendes. (Eine Narbe auf meinem Unterarm erinnert mich noch immer daran.)

Gran Canaria und das Rennen über den Atlantik

Von Gibraltar segelten wir ein paar Tage lang nach Gran Canaria. In Gran Canaria findet Ende November jährlich die ARC statt. Die ARC ist ein Rennen (Atlantic Rally for Cruisers) über den Atlantik von Gran Canaria nach St. Lucia in der Karibik.

7ways2travel CitySeaCountry Reiseblog ARC Atlantic Rallye for Cruisers

An den Wänden und Stromverteilern verewigen sich die Teilnehmer der ARC mit ihrem Schiff und der Crew. Meine Schülerinnen und ich haben unseren Katamaran und unsere Crew verewigt. Eines unserer Crewmitglieder war eine Katze namens Oliver.
Falls du mal in Las Palmas bist und im Hafen vielleicht noch diese Malerei siehst, schicke mir doch bitte ein Foto davon.

Zur ARC. Wie gesagt findet Ende November die Atlantic Rally for Cruisers statt. Mit uns segelten über 100 Schiffe über den Atlantischen Ozean. Dabei waren Rennboote dabei, als auch Privatschiffe. Auch wenn 100 Boote nach vielen klingt, nach spätestens einem Tag haben wir bis zu unserer Ankunft in St. Lucia kein Schiff mehr gesehen. Nur meterhohe Wellen (5 Meter ungefähr), Fische, fluoreszierende Teppiche im Wasser und so viele Sterne, wie ich bisher nie wieder in meinem Leben gesehen habe.

15 Tage haben wir gebraucht, um in St. Lucia anzukommen.

Oft werde ich gefragt, ob der Boden bei meiner Ankunft geschwankt hat. Das ist bei jedem verschieden. Bei mir hat der Boden damals nicht geschwankt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich bei unserer Ankunft kurz nach sechs Uhr am Morgen gleich zur Begrüßung einen Rum Punch getrunken habe.

Meine Gefühle haben bei dem nächsten Foto sehr geschwankt. Zwischen Aufregung und Angst. Ich sollte mitten auf dem Atlantik den Katamaran segeln. Was nicht auf dem Foto zu sehen ist: vorne wurde der Spinnaker angebracht. Ein Vorsegel welches an die 7000 $ kostet. Dieses kann sich bei Änderung des Windes (und bei unfachfrauischer Bedienung) schnell um den Masten wickeln und reißen.
Nach zwei Minuten hatte ich genug vom Segeln mit einem Spinnacker. Ich habe das Steuerrad wieder übergeben. Das war mir dann doch eindeutig zu viel Verantwortung.

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Das könnte dich auch interessieren: 5 Sachen, die man wissen sollte, wenn man über einen Ozean segelt (ist auch hilfreich für eine Bootstour mit Wellengang) 🙂

Nach Hause telefonieren

2004 war das Telefonieren nach Hause noch sehr teuer, darum telefonierte ich nur einmal pro Woche ein paar Minuten mit meiner Familie. Aber darum geht es hier eigentlich nicht. „Nach Hause telefonieren“ erinnert mich an den Film E.T. und das Foto erinnert mich wiederum an den Film.
Es hat zwar auch nichts mit E.T. zu tun, sondern eher mit James Bond und dies aus folgendem Grund:

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Auf dem Foto ist das Arecibo Observatorium in Puerto Rico zu sehen. Es ist ein riesiges Radioteleskop und sollte es E.T. geben, dann würden die Puerto Ricaner durch das Radioteleskop als erstes davon erfahren.
Bekannt ist das Arecibo Observatorium vor allem durch seinen „Auftritt“ in einem der James Bondfilme.

In Puerto Rico haben wir damals fast einen Monat verbracht. Dort habe ich meinen 25. Geburtstag gefeiert und ich war in den Höhlen von Rio Camuy unterwegs (davon gibt es übrigens einen Blogpost).
Sehr empfehlenswert, solltest du in Puerto Rico unterwegs sein.

Turks what?

Einer unserer Ziele entlang der Karibik waren die Turks&Caicos. Zu dieser Zeit  hatte ich noch nie von diesen Inseln gehört (*hüstelhüstel*). Damals waren die Inseln auch noch nicht so bekannt. Woran ich mich erinnere ist,

a) dass die Turks&Caicos wunderschöne Strände und türkises Wasser haben
b) dass es damals mehr Schlaglöcher als Straße gab und
c) dass wir viele Stunden lang hinter einem Fischerboot in 1,5 bis 2 Meter tiefen Wasser nachfuhren (Hai- und Seesternsichtung
inklusive) und ohne diese Begleitung wahrscheinlich im seichten Wasser aufgelaufen wären.

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Von Haien und Schlangen und 1000PS

Eines vorweg: ich mag so ziemlich alle Tiere außer Schlangen. Die sind einfach gruselig. Wahrscheinlich weil die keine Beine haben. Warum ich trotzdem eine Schlange in den Armen halte erkläre ich dir gleich.

Das Foto stammt aus den Exuma Cays, südlich von den Bahamas gelegen. Von den Bahamas (Nassau) nahmen wir ein Powerboat mit 1000PS, um zu einer Privatinsel zu kommen.
Mit dabei war auch meine Familie, welche von Österreich kam um mit mir 1 Woche oder 10 Tage zu verbringen (kann mich nicht mehr genau daran erinnern).

Der Tagesausflug beinhaltete eine rasante Fahrt zu einer Insel mit Iguanas und Riesenseesternen und anschließend die Privatinsel, auf der so allerhand zu erleben war.
Neben den bekannten schwimmenden Schweinen konnte ich das erste Mal mit Haien schnorcheln. Darunter waren nicht nur die kleinen Riffhaie, sondern auch ein ziemlich großer Zitronenhai. Nach diesem einmaligen Erlebnis (ich bin sehr fasziniert von Haien >> siehe auch hier: Käfig tauchen mit dem weißen Hai in Südaustralien) fütterte ich Stachelrochen (komische Angelegenheit, denn die saugen beim Vorbeischwimmen alles in ihren Mund hinein).

Wie kam es also dazu, dass ich eine Schlange in der Hand halte?
In der Karibik ist es Brauch Rum Punch zu trinken. Nach der Adrenalinausschüttung während des Schnorchelns mit den Haien schiebe ich es auf den einen oder anderen Rum Punch, dass ich am Nachmittag die Schlange (Garden Snake) in den Händen hielt.

Das waren also 7 Fotos, welche es bisher nie auf meinen Reiseblog geschafft haben. Und wenn ich so recht überlege, hätte ich von meiner 10monatigen Reise noch sooooooooo viel mehr zu erzählen.
Zum Beispiel von meiner Verlobung auf den Bahamas, aus der dann zum Glück doch nicht mehr daraus wurde; von einer Insel, die nur aus einem Restaurant besteht; was segelnde Schotten wirklich unter ihrem Kilt haben (und wie man das diskret herausfindet, sollte man es wirklich wissen wollen); warum mir vom Dünen runter laufen eher schlecht wurde (obwohl dies nichts mit den Dünen selber zu tun hat) uvm.

 

Dieser Post ist Teil von #7ways2travel.

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Bisher ungezeigte, interessante und teils peinliche Fotos sowie deren Geschichten dahinter kannst du bei den anderen 7ways2travel Kollegen anschauen.
Prädikat: Sehr lesenswert!

♦ Melanie & Jürgen von Lifetravellerz

♦ Flo & Cori von Travelpins

♦ Reisebloggerin Gudrun

♦ Gerhard alias Andersreisender

♦ Maria von Kofferpacken

♦ Angelika von Wiederunterwegs

Comments 4

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  1. Liebe Christina,
    bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen und finde ihn wirklich toll! Da bekommt man gleich fernweh! <3
    Dein Bericht über deine Reise als Lehrerin auf einem Katamaran ist ja wirklich faszinierend. So was hätte mich früher auch immer total interessiert, nur das ich wahrscheinlich keine Lust darauf hätte Kinder zu unterrichten. 😀
    Genial, wie man die Welt umsegeln kann und gleichzeitig arbeitet. Sehr inspirierend und tolle Fotos!

    Alles Liebe,
    Mira

    1. Post
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