Die Region Saalfelden Leogang ist ein echter Geheimtipp, wenn du in einem nachhaltigen Reiseziel Urlaub machen möchtest und Natur, Abenteuer und Entspannung suchst.
Wir waren in Leogang unterwegs und haben uns in der vom Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten nachhaltigen Region umgesehen.
Soviel vorab: Es gibt dort einiges zu erleben, auch abseits der weltweit bekannten Mountainbike-Trails des Bikepark Leogang.
Hier sind unsere Tipps und Highlights, die du rund um Leogang nicht verpassen solltest.
Am Ende des Artikels findest du zudem hilfreiche Tipps zur Anreise und zum Thema nachhaltiger Tourismus.
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Contents
Leogang Tipps für eine entspannte Reise
Leogang im Pinzgau im Salzburger Land ist eine der schönsten nachhaltigen Reiseziele in Österreich.
Hier können leichte bis anspruchsvollere Wanderungen gemacht werden.
Zudem gibt es ein ehemaliges Bergwerk zu bewundern, mit dem E-Bike können die Hofläden von Biobauern entdeckt werden und anschließend lässt es sich im Wellnessbereich über den Dächern von Leogang wunderbar entspannen.
Was es alles zu sehen und erleben gibt stellen wir dir hier bei den Leogang Tipps vor.
1. Wandern in Leogang
Die Region Saalfelden-Leogang ist ein wahres Wanderparadies.
Egal, ob du gemütliche Wanderungen oder anspruchsvolle Bergtouren bevorzugst; Hier findest du ganz bestimmt die richtige Wandertour.
Wir haben während eines verlängerten Wochenendes in Leogang diese Wanderungen gemacht:
Kurze, entspannte Wanderung zur Sinnlehen-Alm

Vom Hotel Der Löwe.lebe frei im Ortszentrum von Leogang ist es nur eine kurze Wanderung bis zur Sinnlehen-Alm.
Diese kann in ca. 25 Minuten zu Fuß erreicht werden.
In Begleitung von Hans Madreiter, Auditor beim Österreichischen Umweltzeichen und Teil des internen Teams für die Zertifizierung in Saalfelden Leogang, erfahren wir viel über die Region, die Geschichte und die fortlaufenden Bemühungen zum Thema sanfter Tourismus.
Zuerst geht es vorbei am Kirchenwirt, einem 700 Jahre alten Haus, in welchem sich eine Wirtschaft befindet. Hier befindet sich gleich daneben auch die Leoganger Kirche.
Der gepflasterte Platz rund um das Ortszentrum ist ruhig und lädt zum Verweilen ein. Im Samerstall nebenan waren früher Pferdestallungen.

Die gotische Bauweise ist hier eine Besonderheit und verleiht den Stallungen ein besonderes Aussehen.
Die ehemaligen Stallungen sind heute ein beliebter Ort für Hochzeitsfeiern und Feste.
Vorbei am Dorfplatz geht es zuerst über eine asphaltierte Straße ein Stück hinauf und dann weiter auf einem breiten Forstweg zur Sinnlehen-Alm.
Die Wanderung ist leicht und es geht nur mäßig bergauf.
Von der Alm selbst bietet sich ein traumhafter Ausblick auf die Leoganger Steinberge und auf Leogang.
Hier treffen wir uns mit Thomas Wurzinger, dem Nachhaltigkeitsbeauftragten und Alois Schläffer, Modellregionsmanager der Klima- und Energie-Modell-Region Saalachtal, um mehr über Nachhaltigkeitsprojekte der Region zu erfahren.

In der Sinnlehen-Alm gibt es Speisen aus lokalen Produkten, wie etwa den vegetarischen Bettelburger mit Almpommes.
Zudem gab es einen Schlüsselblumensaft aus eigener Herstellung.
Ein Besuch der Sinnlehen-Alm ist auch gut für Familien geeignet, da es hier einen Spielplatz und Kleintiere wie Hasen zum Bestaunen gibt.
Schwierigkeit: sehr leicht
⭐ Leogang Geheimtipp: Klimawanderung zum Birnbachloch

Das Birnbachloch befindet sich in den Leoganger Steinbergen. Wir nehmen hier an einer geführten Klimawanderung teil.
Diese findet einmal wöchentlich statt und dauert ca. 2 1/2 Stunden.
Mit dem Loigang-Soifen-Shuttle (Leogang-Saalfelden-Shuttle auf hochdeutsch), welches wir per App kostenfrei mit der Saalfelden Leogang Card buchen können, fahren wir zum Parkplatz Ullachtal.
Dort geht es in Begleitung unseres Guides Rupert Zehentner, welcher mit seiner Familie die Seealm an der Grenze zu Tirol betreibt, zur Klimawanderung.
Diese informative Wanderung, welche wie der Name schon verrät, den Klimawandel in der Region behandelt, führt zum Birnbachloch.
Das Birnbachloch ist eine Karstquelle mit einer ungefähr 20 m breiten Eingangshalle (Höhle).
Leider macht uns gegen Ende der Wanderung ein heftiger Regenschauer einen Strich durch die Rechnung.
Wir kommen bis zur Infotafel über den Lawinengletscher Birnbachlochgletscher, dem tiefstgelegenen Gletscher Mitteleuropas, und sehen an dem historischen Foto wie damals das Gletschereis gestochen wurde.

Dieses wurde anschließend mit Hilfe von Holzrutschen in Richtung Tal gebracht wurde.
Von dort aus wurde das Eis per Zug an die Brauereien in München gebracht, damit diese das Bier kühlen konnten.
Heute ist von den Holzrutschen allerdings nichts mehr übrig.
Den Birnbachlochgletscher sehen wir nur von weiter weg.
Anschließend brechen wir die Klimawanderung ab und wandern zurück ins Tal.
Von der Infotafel mit den Eisbrechern hätten wir noch ca. 30 Minuten bis zum eigentlichen Ziel, dem Birnbachloch gehen wollen.
Dort entspringt wie der Name schon sagt, der Birnbach aus einer Höhle.
Dafür gehen wir jedoch weiter unten über die hölzerne Hängebrücke, welche ziemlich wackelt.

Von der Mitte der Brücke aus gibt es noch einmal einen schönen Blick, wenn auch ein wenig regenverhangen, auf den imposanten Birnberg und den Rest des Birnbachlochgletschers.
Ich kann die Klimawanderung auf jeden Fall empfehlen. Die Wanderung ist informativ und führt durch die teils unberührte Landschaft und durch einen Mischwald.
Entlang des Weges gibt es neben dem Bach einen Grillplatz mit einladenden Holztischen und -bänken, Bankerl zum Ausruhen und sogar eine Holzhütte zum kurzen Ausruhen. Für uns in diesem Fall zum Unterstehen während des einsetzenden Regens.
In dieser befinden sich interessante Infotafeln zum Thema Natur, der Sage über den Geist im Birnbachloch und das Klima der Region.
Durch die Abwechslung entlang des Wanderweges ist diese Wanderung auch für Kinder unterhaltsam. Über die Reise nach Saalfelden-Leogang als Familie und was es dort für Kinder an Aktivitäten gibt, hat meine Kollegin und Freundin Elena von Creativelena geschrieben.
Die Klimawanderung in Leogang ist derzeit die einzige touristische Wanderung zum Thema Klimakrise in Österreich, welche sich mit den Auswirkungen der Klimaveränderung beschäftigt.
Wenn du nicht an der geführten Wanderung teilnehmen kannst besteht auch die Möglichkeit, die Wanderung ohne Führung zu machen.
Entlang des Weges sind Infotafeln aufgestellt, welche über das Thema Klima und Klimawandel in der Region informieren.
Schwierigkeit: leicht
Wandern am Berg der Sinne (Asitz)

Mit der Asitzbahn fahren wir bequem hinauf bis zur Bergstation. Die Bergfahrt und Talfahrt ist in der Gästekarte übrigens inkludiert (2mal insgesamt).
Eigentlich wäre mein Plan gewesen mit der Asitzbahn hinauf zu fahren und anschließend den Saalachtaler Höhenweg bis nach Saalfelden zu wandern.
Von dort wäre es mit der Sommerrodelbahn zurück ins Tal gegangen mit Endpunkt Saalfelden mit Blick auf Zell am See und das Kitzsteinhorn.
Da das Wetter jedoch an diesem Tag durchwachsen war habe ich mich umentschieden und bin am Berg der Sinne geblieben.
Auf dem Asitz gibt es so viel zu sehen und erleben, dass man ganz einfach einen ganzen Tag dort verbringen kann.
Von der Bergstation wandern wir entlang des Kunstwanderweges hinunter bis zum Sinne Park an der Mittelstation.
Die Wanderung ist 4,9 Kilometer lang und ab Mitte Juni sind hier Kunstwerke ausgestellt.
Bei uns waren diese leider noch nicht vorhanden. Am Speichersee befinden sich jedoch Infotafeln mit einzelnen Werken von jeweiligen Künstlern der vergangenen Jahre.
Anstatt während dem Wandern Kunstwerke zu betrachten haben wir dafür den Mountainbikern zugeschaut, wie sie sich waghalsig die Trails hinunter gestürzt haben.
Bevor es zur Mittelstation am Asitz geht kommen wir am Speichersee vorbei. Hier befindet sich eine Kneippanlage im und eine am See. Alles unter dem Namen „Stille Wasser“.
Bei schönem Wetter fühlt es sich hier an, als ob man Wellness am Berg macht. Ein traumhafter Platz. Es gibt hier schwingende Liegen, zwei Kneippanlagen, Störhölzer, sowie Holztische und Bänke.
Und alles umrahmt von diesem Panorama:

Neben der Mittelstation am Asitz haben wir noch beim Bergrestaurant Stöcklalm Mittag eingekehrt. Das Team hier ist sehr freundlich und das Essen ist zu empfehlen.
(Mein Tipp: Kaspressknödel mit Salat)

Schwierigkeit: leicht
Gut zu wissen: Seit 2006 verschreiben sich auch die Leoganger Bergbahnen der Nachhaltigkeit im Bereich Energieeffizienz und Ressourcenschonung.
2. Ab in den Stollen! Das Schaubergwerk Leogang

An diesem Tag haben wir Leogang bei Regen erlebt. Da kam ein Besuch im Schaubergwerk Leogang gerade richtig.
Denn hier verbringt man einen Großteil der Führung unter Tage. Die gesamte Führung dauert etwa eine Stunde.
Vom Parkplatz aus geht es in zwei Gehminuten zum Treffpunkt. Hier erhalten wir unser Ticket und einen Helm.
Zuerst geht es über einen Schotterweg, bei dem wir schon viel über das Handwerk und die Arbeit im Bergwerk erzählt bekommen, bis zum Eingang des Barbarastollens.
Ab hier geht es in die Stollen.
Es ist ziemlich eng. Wer unter Klaustrophobie leidet, für den ist diese Führung nicht geeignet.
Im Schaubergwerk gehen wir durch enge Stollen und ich bin schon nach kurzem orientierungslos. Ohne Guide würde ich hier wohl nicht mehr rausfinden.
Wir halten immer wieder an Stellen, in denen wir als Gruppe gut (aufrecht) stehen können und erfahren Wissenswertes über diese Handwerkszunft.
So war der Abbau seltener Ressourcen wie Kupfer, Nickel, Kobalt, aber auch Silber, Blei und Quecksilber eine wichtige Einkommensquelle in Leogang.
Die Führung ist sehr interessant und kurzweilig.

Am Ende der Führung kommen wir weiter oberhalb beim Danielstollen wieder heraus und gehen gemeinsam zum Ausgangspunkt zurück.
Gut zu wissen: Die Führungen finden 2mal am Tag statt. Bei Schlechtwetter finden die Führungen laufend von 11 Uhr bis 16 Uhr im Stundentakt statt.
Geöffnet ist das Schaubergwerk von Mittwoch bis Sonntag.
Die Tickets dazu müssen vorab gebucht werden. Dies kannst du online machen, telefonisch oder beim Tourismusverband.
Mehr Infos findest du auf der Webseite
Noch mehr Einblicke in diese Zunft gibt es im Bergbaumuseum und Gotikmuseum in Leogang. Mehr darüber kannst du bei meiner Kollegin und Freundin Angelika von Wiederunterwegs nachlesen.
3. Gelebte Nachhaltigkeit: Wir pflanzen Bäume!

Ein besonderes Erlebnis haben wir am Abreisetag.
Das Hotel Der Löwe hat sich in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Bäume für morgen“ dazu entschlossen, dass für jeden Gast, der freiwillig auf die tägliche Zimmerreinigung verzichtet, ein Baum in der Region Pinzgau gepflanzt wird.
Zusätzlich dazu spendet das Hotel 1,50€ an Bäume für morgen.
Ich war so brav und habe gerne auf die Zimmerreinigung verzichtet.
Damit wir sehen, wie das in der Praxis genau funktioniert, durften wir gemeinsam mit Elisabeth Madreiter vom Hotel Der Löwe und Piers Johnston von Bäume für morgen Nadelbäume setzen.
Das Setzen der 50 Weißtannen und Lärchen hat Spaß gemacht und war zudem schnell erledigt.
Gut zu wissen: Wenn du diese Nachhaltigkeitsinitiative unterstützen möchtest, informiere dich gerne bei Bäume für morgen.
Wohlfühlen und Wellness im Umweltzeichenhotel Der Löwe

Nach all den Entdeckungen in der Region Saalfelden-Leogang gibt es nichts Besseres als Entspannung und Wellness.
Das Hotel Der Löwe im Ortszentrum von Leogang ist dafür perfekt geeignet. Es ist hier ruhig, gemütlich und ich fühle mich sofort wohl.
Das Hotel ist für uns zudem super gelegen. Vor der Haustür beginnen einige Wanderwege, mit dem E-Bike geht es in der Nähe auf den perfekt ausgebauten Radweg.
Dank des Shuttles, aber auch dem öffentlichen Bus, welcher in Gehweite entfernt startet, kommen wir überall hin, wo wir wollen.
Somit können wir auch die letzte Meile problemlos bewältigen, was in ländlichen Gegenden öfter ein Problem dargestellt.
Mein Zimmer im Hotel ist großzügig geschnitten und hat eine große Terrasse mit Blick auf die Berge:
Es steht eine Glasflasche mit Bergwasser, ein Apfel und ein Willkommensgruß für mich bereit. Ich fühle mich sofort wohl.
Die angenehme Stimmung herrscht auch im Wellnessbereich vor.

Über den Dächern von Leogang befindet sich der adults-only Bereich. Es riecht hier traumhaft nach Holz und das Steinberg-Kino (ohne TV, dafür mit Aussicht auf die Leoganger Steinberge) lässt mich sofort entschleunigen.
Hier oben kann man sich auch bei Massagen und Wellnessbehandlungen verwöhnen lassen.
Im Untergeschoss befindet sich im Familienbereich ein Pool, sowie Biosaunen und ein Ruheraum.
Ein Highlight ist der beheizte Außenpool. Diesen erreiche ich bequem vom Wellnessbereich aus über einen Lift.
Der Außenpool wird rein mit Erdwärme aufgeheizt. Somit können Gäste hier nachhaltig baden und das wiederum mit Blick auf die Berge.
Beim Frühstück wird soweit möglich auf Plastik verzichtet. Säfte und Getränke stehen in Glasflaschen bereit und es gibt eine große Auswahl am Buffet.
Abends gibt es ein Gängemenü. Eine vegetarische Variante ist hier zum Glück immer vertreten. Das Essen wird hier liebevoll angerichtet und das Löwen-Team ist sehr zuvorkommend.
Im Hotel leihen Elena und ich uns E-Bikes aus und fahren ein Stück entlang der Genussroute Richtung Saalfelden. Entlang des Radweges befinden sich mehrere Hofläden und Biobauern.

Wir halten beim Zieferhof an, der jedoch gerade geschlossen ist. Bauer Rupert sieht uns vor dem Ziefers Hofladen stehen und ist so freundlich uns dennoch alles zu zeigen und plaudert auch ein wenig von seinen Vorhaben.
So stellt er gerade seinen Hofladenbetrieb um. Der Selbstbedienungskasten kommt weg und zukünftig kann jeder im schönen, neuen Verkaufsraum Produkte seines Hofes und der Region kaufen.

Eine schöne Idee, wie wir finden.
Gut zu wissen: Das Hotel Der Löwe ist seit 2015 umweltzeichenzertifiziert und zudem ein EU-Ecolabel-Betrieb.
Anreise nach Leogang und Mobilität vor Ort
Trotz der idyllischen Lage in den Alpen ist die Anreise nach Leogang dank der guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz unkompliziert.
Du kannst bequem mit dem Zug anreisen und die Region ohne Auto erkunden.

So etwa mit dem Loigom-Soifen-Shuttle, dem öffentlichen Bus oder dem Zug.

Fazit zum nachhaltigen Urlaub in der Region Saalfelden-Leogang
Saalfelden-Leogang ist eine Region, welche für jeden etwas zu bieten hat.
Egal, ob du ein Naturfreund, Erholungssuchender oder ein Abenteurer bist; in Leogang wirst du, so wie wir, definitiv fündig.
Dank der ausgeklügelten öffentlichen Verkehrsmittel und der Zuganbindung kommst du einfach und umweltfreundlich an und herum.
Es gäbe noch viel zu erzählen über die Nachhaltigkeit, den sanften Tourismus und über die Auszeichnung zur nachhaltigen Tourismusdestination.
Wenn dich das Thema interessiert, dann besuche unbedingt die Region.
Die Familie Madreiter im Hotel Der Löwe, als auch Thomas Wurzinger, Alois Schläffer (Modellregionsmanager der Klima- und Energie-Modell-Region Saalachtal), sowie Hans Madreiter erzählen gerne und zurecht mit Stolz über ihre Bemühungen für ein umweltfreundlicheres Saalfelden-Leogang.
Weitere Resourcen zum Nachlesen:
Nachhaltigkeit in der Region Saalfelden Leogang
Informationen zur Klima- und Energiemodellregion Saalachtal
Informationen des Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Tourismusdestinationen

Offenlegung: Ich wurde vom Österreichischen Umweltzeichen und der Region Saalfelden-Leogang entgeltlich zu dieser Reise eingeladen. Meine Meinung bleibt davon unberührt.
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zuletzt aktualisiert am August 26, 2024