Leutasch in Tirol gehört zur Region Seefeld und befindet sich auf einem Plateau umrahmt von majestätischen Bergen.
Die Region wird auch als Tirols Hochplateau bezeichnet und das Wandern in Leutasch bietet Wanderungen durch schon fast kitschig-schöne Täler, durch erfrischende Klammen, auf mächtige Berge und zu genussvollen Hütten.
Wir waren in Leutasch unterwegs und haben die schönsten Wanderungen gemacht.
Darunter sind leichte Wanderungen, mittelschwere und eine schwere Wanderung.
Egal, ob man sich am Talboden oder auf den Bergen bewegt: Es ist für jeden Schwierigkeitsgrad und jede Kondition eine Wanderroute dabei.
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Wandern in Leutasch: Die schönsten Touren von leicht bis schwer
Das Gebiet von “Luitasch”, wie der Ort in Tirol im Dialekt genannt wird, umfasst ein 16 Kilometer langes Tal.
Von hier aus ist es nicht weit bis zur Grenze nach Bayern. Und auch die Innsbruck Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt von Tirol sind nicht sehr weit entfernt.
Wer jedoch in die Region zum Wandern kommt (und auch dort bleiben möchte), dem wird hier sicher nicht langweilig.
Es gibt viele Wanderrouten in Leutasch und hier stellen ich dir die Top-Wanderungen und Favoriten vor:
1. Wanderung zu den Leutascher Wiesen (leicht)
Der Oberer & Unterer Wiesenweg startet beim Kulturhaus Ganghofermuseum und führt von hier aus zu den besonderen Leutascher Wiesen. Wir haben die Rundwanderung im Rahmen einer geführten Wanderung mit einer Rangerin vom Naturpark Karwendel gemacht.
Die Leutascher Wiesenpracht führt nicht nur entlang der Leutascher Talwiesen, sondern wir erfahren auch, was diese Biodiversität für eine Bedeutung für die Natur hat.

Die geführte Wanderung ist bis Anfang/Mitte Juli möglich. Anschließend werden die Wiesen gemäht und die besonderen Wiesenblumen wachsen dann erst wieder im neuen Jahr.
Während unserer Wanderung haben wir Orchideen entdeckt und erfahren wie eng die Pflanzen und Insekten miteinander zusammen arbeiten und leben.
Auch das ausgeklügelte Bestäubungssystem des Wiesensalbeis durften wir kennen lernen.
Die informative Wanderung dauert insgesamt 3 Stunden.
Wer die Wanderung entlang des Oberen & Unteren Wiesenweges machen möchte, sollte dafür eine Stunde einplanen.
Die Wanderung unter dem Namen Leutascher Wiesenpracht kann zwischen Juni und Juli gebucht werden.
Eine Voranmeldung ist dabei nötig.
Mehr Infos dazu erhältst du auf der Webseite der Region Seefeld. Den Link dazu findest du am Ende des Artikels bzw. bei meinem Artikel über die Region Seefeld in Tirol Tipps.
2. Wanderung Leutascher Geisterklamm (leicht)

Die Leutascher Geisterklamm zählt zu den schönsten Klammen in Österreich. Eine Besonderheit der Leutascher Geisterklamm ist die Grenzüberschreitung nach Mittenwald in Bayern.
Tipp: Weitere grenz-geniale Wanderungen nicht weit von hier entfernt findest du im Artikel über die grenznahen Wanderungen zwischen Tirol und dem Allgäu.
Mit dem öffentlichen Bus fährst du dabei nach Leutasch zur Haltestelle Leutasch Schanz.
Vom Parkplatz Geisterklamm (P19) aus geht es zuerst ein paar Minuten entlang eines Schotterwegs bis zum Einstieg in die Geisterklamm.
Hoch über der Leutascher Ache führt die leichte Wanderung auf Metallstegen und -treppen entlang der Klamm.
Der Steig führt ca. 800 m entlang bis zur Panoramabrücke. Ab hier besteht die Möglichkeit über die Panormabrücke zu gehen und durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt.
Dies wäre jedoch schade, denn auf der linken Seite aus führt der Weg weiter über den Koboldpfad hinunter nach Mittenwald.
Am Fuße angekommen führt hinter dem Kiosk ein drei Meter über dem Wasser gebauter Holzsteg entlang bis zum 23 m hohen Wasserfall. Der Weg führt an selbiger Stelle zurück.
Ab hier geht es weiter über eine Brücke und anschließend durch den Wald hinauf bis zur Staatsgrenze.
Hier erinnert ein Schild daran, dass sich an dieser Stelle die Grenze zwischen Deutschland und Österreich befindet.
Von hier aus geht der Weg über einen breiten Forstweg zurück zum Ausgangspunkt. Damit vor allem Kindern während der Wanderung nicht langweilig wird gibt es immer wieder Infotafeln und Quizfragen. Es gibt hier auch im Wald einiges zu sehen und zu erleben.
Die Wanderung durch die Geisterklamm in Leutasch ist an die 4 Kilometer lang und einfach zu gehen.
Mehr dazu kannst du im Erfahrungsbericht über die Wanderung durch die Leutascher Geisterklamm nachlesen.
3. Wanderung Puittal und Wettersteinhütte (mittel)

Die Wanderung durch das wunderschöne Puittal beginnt beim Parkplatz Puitbach/Ahrn P13.
Da sich die Region Seefeld auf das Thema nachhaltig Reisen fokussiert hat, ist der Start zur Wanderung auch bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, in diesem Fall mit dem Bus, erreichbar.
Dabei bei der Haltestelle Leutasch Puitbach aussteigen.
Die Wanderung durch das Puittal ist ein Geheimtipp der Einheimischen. Mehrere haben uns vorgeschwärmt, wie beeindruckend eine Wanderung durch das Hochtal ist. Sie haben Recht behalten.
Begleitet wurden wir von der Chefin Kathrin des Hotels Lärchenhof Natur (Mösern), in welchem wir während unserer Reise in der Region Seefeld übernachtet haben.
Der Weg startet zuerst entlang von Wiesen und Feldern, führt dann über einen breiten Holzsteg und anschließend in den Wald. Der gut aussgeschilderte Weg führt ab hier zuerst an die 300 Höhenmeter hinauf.
Der Weg führt durch den Wald und ist bis zum Gatter, welches den Eingang zum Puittal markiert, ziemlich steil.
Im Puittal angekommen finden wir uns auf einer blühenden Wiese wider.
Hier blühen Almblumen in den schönsten Farben und wir sehen nicht weit entfernt von uns eine große Gämse.
Nach einer kurzen Foto- und Trinkpause nutzen wir die Gelegenheit und wandern ein Stück weit barfuß, immer umgeben vom Wettersteingebirge und den imposanten Bergen Öfelekopf, der Leutascher Dreitorspitze und der Gehrenspitze.

Der Weg führt hier relativ flach durch das Tal. Anschließend geht der gut ausgeschilderte Wanderweg entlang einer Flanke steiler hinauf.
Vorbei geht es an einer Herde Pferde, an Kühen und Schafen und einem kleinen Schneefeld hinauf zum Scharnitzjoch auf 2048 m Seehöhe. Ab hier beginnt der Abstieg zu den Hütten oder alternativ weiter hinauf zum Gipfel der Gehrenspitze.
Lisa von Imprintmytravel und ich haben uns spontan entschieden weiter hinauf zum Gipfel zu wandern, während Elena von Creativelena uns noch ein Stück begleitet hat, dann aber voraus zur Wettersteinhütte gewandert ist.
Der Abstieg vom Scharnitzjoch ist zuerst ein paar hundert Meter lang felsig, führt dann aber flacher zwischen großen Steinen und über den Klammbach weiter hinunter zur Wangalm.
Wir haben uns jedoch für einen Einkehrschwung bei der Wettersteinhütte entschieden.
Diese ist 10 Minuten unterhalb der Wangalm gelegen.

Von der Terrasse der Wettersteinhütte auf 1717 m Seehöhe gibt es einen schönen Blick auf die Hohe Munde.
Über den Forstweg dauert der Abstieg ins Gaistal dann noch eine Stunde.
Wer noch Zeit und Lust hat kann den Schildern zur Hämmermoosalm folgen und von dort aus zurück ins Gaistal wandern. (zusätzlich ca. 1 Stunde)
In der Nähe des P12 gibt es eine Haltestelle, um zurück zur Unterkunft zu fahren.
Reine Gehzeit gesamt: ca. 4 Stunden (die GPX Daten für diese Wanderung inklusive Gehrenspitze findest du beim nächsten Wandertipp).
4. Wanderung Gehrenspitze Leutasch (schwer)
Die Wanderung auf die Gehrenspitze führt von Leutasch aus durch das Puittal (siehe Wandertipp Puittal und Wettersteinhütte). Allerdings geht es vom Scharnitzjoch auf 2048 Metern Höhe nicht hinunter Richtung Wangalm und Wettersteinhütte.
Der Weg führt ab hier links hinauf.
Nach einem kurzen Stück bergauf kommt die unbewirtschaftete Erinnerungshütte.
Hier geht es weiter entlang eines Grates, welcher während unserer Wanderung grün und voller Alpenblumen ist.
Die letzten 200 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz der Gehrenspitze sind abwechselnd felsige oder der Pfad ist erdig.
Auf jeden Fall ist eine gute Trittsicherheit und gutes Schuhwerk wichtig.
Wer nicht schwindelfrei ist, sollte es sich überlegen, ob er auf die Gehrenspitze geht. Teilweise ist das Gelände sehr abschüssig. Für mich war eine Stelle grenzwertig, da ich ein wenig Höhenangst habe.

Vom Gipfel aus reicht der Blick auf die Stubaier Alpen, die Mieminger Kette, auf die Hohe Munde und auf die Region Seefeld.
Die mehr als 1200 Höhenmeter, welche wir von Leutasch aus bisher überwunden haben, lohnen sich.
Vom Gipfel der Gehrenspitze gibt es einen 360 Gradblick über das Karwendelgebirge, das Wettersteingebirge, die Stubaier Alpen und die Mieminger Berge.

Den gleichen Weg zurück geht es anschließend bis zum Scharnitzjoch.
Von hier aus führt die Wanderung weiter wie beim Wandertipp Puittal und Wettersteinhütte.
Von der Wettersteinhütte dauert die Wanderung über den neuen und alten Forstweg eine Stunde.
Insgesamt ist die Wanderung als Tageswanderung einzuplanen. Wir hatten 5 ½ Stunden reine Gehzeit. Vom Start bis zum Endpunkt der Wanderung waren wir jedoch mehr als 10 Stunden unterwegs.
Das liegt daran, dass wir während der Wanderung viel fotografiert und gefilmt haben und eine Zeit lang auf der Hütte verbracht haben.
Alle genauen Daten findest du bei den GPX Daten.
> zu den GPX Daten
Die Wanderung ist wirklich traumhaft, allerdings von der Länge und Dauer her nicht zu unterschätzen. Insgesamt sind wir ca. 18 Kilometer gewandert.
Fazit zum Wandern in Leutasch
Das schöne an der Region Seefeld und Leutasch ist die Vielfältigkeit an Wandermöglichkeiten.
Egal, ob du Genusswanderer bist und nur leichten Wanderungen machen möchtest, ob du Hüttentouren machen willst oder auch anspruchsvolle Wanderungen; In Leutasch und in der Region Seefeld gibt es für jede Kondition und Lust die passende Tour.
Mein persönliches Highlight ist definitiv die Wanderung durch das Puittal auf die Gehrenspitze und zurück über die Wettersteinhütte nach Leutasch.

Reise planen nach Leutasch
Die nachhaltige Region Seefeld (und somit auch Leutasch) ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Täglich verkehren mehrere Züge ab Innsbruck (Regionalzug Scharnitz). Aus Deutschland ist die Region zudem sehr gut über Garmisch-Partenkirchen erreichbar.
Die günstigsten Zugverbindungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus findest du beim Vergleichsportal Trainline.
Alternativ kannst du auch mit dem Flixbus anreisen.
Die schönsten Hotels und Unterkünfte findest du bei Booking oder auf der Seite von Seefeld. Wir haben im Hotel Lärchenhof Natur in Mösern übernachtet.
Innerhalb der Region Seefeld ist das öffentliche Verkehrsnetz sehr gut ausgebaut. Mittels der Gästekarte sind die Busse zudem kostenlos benutzbar.
Weiterlesen: Nachhaltige Region Seefeld in Tirol: Tipps für Tirols Hochplateau
Offenlegung: Dieser Artikel entstand in entgeltlicher Kooperation mit dem Österreichischen Umweltzeichen in der Region Seefeld. Die Meinung darüber bleibt jedoch unbeeinflusst.

zuletzt aktualisiert am May 4, 2026